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Ora et labora et lege

Ora et labora et lege

Bete und arbeite und lies.

Mit diesen Worten lässt sich die Ordensregel des hl. Benedikt von Nursia zusammenfassen. Der Mönchsvater schrieb sie um 529 in Montecassino in Italien für seine Gemeinschaft.

Ora – Bete

Die erste und wichtigste Aufgabe der Mönche ist das Gebet. Der hl. Benedikt schreibt in seiner Regel:

Hört man das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in größter Eile herbei. (Benediktsregel Kapitel 43,1)

Viermal am Tag treffen sich die Admonter Mönche zum gemeinsamen Stundengebet und um die Heilige Messe zu feiern. Sie tun das stellvertretend für alle Christen der Welt in den Anliegen unserer Zeit. Während der Woche findet das Chorgebet auf deutsch statt. An hohen Feiertagen und Sonntagen beten die Mönche die feierliche Form in lateinischer Sprache.

Sehen Sie hier ein Video über die Gebete im Stift Admont:

 

Labora – arbeite

In den Zeiten zwischen den Gebeten verrichten die Mönche unterschiedliche Dienste.

Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit (…) beschäftigt sein. ( Benediktsregel Kapitel 48,1)

Pfarre

Eine wichtige Aufgabe ist die Betreuung der 26 Pfarren durch die Mönche. Sehen Sie hier ein Video über P. Clemens Grill – ein Priester im Pfarrverband Liesingtal:

 

Aufgaben innerhalb der Klostermauern

Die eine Größe von 12,65 Hektar umfassende Klosteranlage bietet eine Vielzahl an Aufgaben, die die Mönche gemeinsam mit 500 Beschäftigten erledigen.

Über dem Ganzen steht der Abt, der als geistlicher Vater und wirtschaftliches Oberhaupt in allen Bereichen Verantwortung trägt. Der Prior vertritt in Abwesenheit den Abt und ist für organisatorische Abläufe innerhalb des Klosters verantwortlich.

Das Stift Admont ist als kulturelles Zentrum weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Auch im Kulturbereich arbeiten Mitbrüder, beispielsweise am Aufbau der Sammlung Gegenwartskunst.

Neben der aktuellen Kunstschiene beherbergt das Stift die weltgrößte Klosterbibliothek  mit rund 70.000 Bänden. Insgesamt umfasst der Bücherschatz rund 200.000 Werke. Dazu zählen auch die 1400 Handschriften und Frühdrucke, die im Archiv des Klosters  in klimatisierten Magazinen aufbewahrt werden.

Gastfreundschaft ist auch in der Regel des hl. Benedikt ein wichtiges Thema. Der Gastmeister ist für die Aufnahme der Gäste und für ihr Wohl verantwortlich.

Weitere Dienste, die die Mönche verrichten, sind die Ämter des Küchenmeisters, des Novizenmeisters, des Magisters der Juniores, des Oblatenrektors, des Vestiars, der Kantoren und des Zeremoniärs. Jeder wird nach seinen Fähigkeiten und Talenten eingesetzt, um der Gemeinschaft und den Menschen zu dienen.

Hier sehen Sie ein Video über die unterschiedlichen Aufgaben der Mitbrüder innerhalb der Klostermauern:

 

Aufgaben außerhalb der Klostermauern

Auch außerhalb der Klostermauern sind Mitbrüder in den verschiedensten seelsorgerischen Bereichen tätig. Das Kloster führt ein Haus der Begegnung sowie ein Studentenheim in Graz, um Kontakt mit Studenten und Absolventen des Stiftsgymnasiums zu halten. Auch die Studentenverbindungen werden umfassend durch Admonter Mönche betreut.

Das Stift gilt als regionaler Motor – nicht nur in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Das Engagement reicht in alle Lebensbereiche der Menschen vor Ort. Für den letzten Lebensabschnitt bietet das Kloster das Pflegeheim St. Benedikt am Frauenberg. Auch dort engagieren sich Mitbrüder in der seelsorgerischen Begleitung der Menschen.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation hat sich das Kloster entschlossen, mehrere Asylheime zu errichten, in denen sich auch Mitbrüder engagieren. Das Erlernen der deutschen Sprache und das gemeinsame Verbringen der Freizeit stehen auf der Tagesordnung.

Stiftsgymnasium

Das Stift führt ein Gymnasium mit rund 600 Schülern, in denen einige Mitbrüder als Lehrer in verschiedenen Fächern und in der Schulorganisation tätig sind.


Lege – Lies

 

Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. (vgl. Benediktsregel Kapitel 48,1)

Über den vielfältigen Aufgabengebieten steht immer der Grundsatz des hl. Benedikt:

„Ut in omnibus glorificetur Deus! – Damit in allem Gott verherrlicht werde!“ (Benediktsregel Kapitel 57,9)

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