Benediktiner

Der Orden der Benediktiner geht zurück auf den Hl. Benedikt von Nursia, der im 6. Jahrhundert am Monte Cassino (gelegen zwischen Rom und Neapel) seine Regel verfasste.

Heute gibt es weltweit rund 40.000 Benediktinerinnen und Benediktiner. Auch die Orden der Zisterzienser und der Trappisten leben nach der Regel des Hl. Benedikt. Die beiden wichtigsten Quellen der benediktinischen Spiritualität sind die Heilige Schrift und die Benediktusregel. Eine reiche Quelle stellen zudem die Schriften der Mönche und Nonnen des Benediktinerordens aus früheren Jahrhunderten dar.

Die Männerklöster sind in 21 Kongregationen zusammengeschlossen, die wiederum eine weltweite Benediktinerkonföderation bilden. An der Spitze jeder Kongregation steht ein auf 6 Jahre gewählter Abt-Präses, an der Spitze der Konföderation ein auf 8 Jahre gewählter Abt-Primas mit Sitz in Rom.

Admont gehört zusammen mit 13 anderen Klöstern (z.B. Erzabtei St. Peter/Sbg., Stift Melk, Stift Göttweig, Stift Kremsmünster etc.) zur Österreichischen Benediktinerkongregation. Daneben bestehen noch zwei andere benediktinische Klöster und vier Frauenklöster.

Die Männerklöster sind allein dem Papst weisungsgebunden und daher nicht den jeweiligen Diözesanbischöfen unterstellt. Sie sind wirtschaftlich autonom und erhalten keinen Anteil an den Kirchenbeitragsgeldern.


Organisation der Benediktinerklöster

An der Spitze eines Klosters steht der Abt. Er ist der Vater (Abbas=Abt=Vater) und Leiter des Klosters und hat die volle Rechtssprechungsautorität innerhalb des Klosters. Der Abt kann aber in vielen Dingen nicht ohne die Zustimmung des Kapitels (=Vollversammlung der Mitbrüder mit ewiger Profess) oder des Senioren- und Wirtschaftsrates (bestehend aus 4-6 teilweise ernannten, teilweise gewählten Mitbrüdern) entscheiden.
Der Stellvertreter des Abtes ist der Prior. Er vertritt den Abt während dessen Abwesenheit und hilft ihm in der Führung des Klosters.

Als dritter Oberer fungiert der Subprior, der das Kloster bei Abwesenheit von Abt und Prior leitet. Die weitere Rangreihenfolge der Mitbrüder ergibt sich aus dem Zeitpunkt des Eintritts in das Kloster, das natürliche Alter der Mitbrüder ist nebensächlich.




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Abt Bruno Hubl
Abt Bruno Hubl
Mitbrüder
Abt Bruno Hubl mit seinen Mitbrüdern