Handschriftenausstellung 2017

Biegen und Brechen – (Hand-)Schriften der Gotik

Von den 1000 mittelalterlichen Handschriften, die im Benediktinerstift Admont verwahrt werden und die zu einem Teil auch hier entstanden sind, stammt der Großteil aus der Zeit der Gotik. Im Admonter Skriptorium wird die Gotisierung der karolingischen Minuskel am Ende des 12. Jahrhunderts sichtbar. Diese Schrift, die seit der Zeit Karls des Großen über fast vier Jahrhunderte in ganz Europa in Gebrauch war, verändert sich allmählich. Die Schreiber beginnen die Buchstaben zu „biegen“ und verwenden in den kalligraphischen Schriften zunehmend die „gebrochene“ gotische Textura.

Die Handschriftenausstellung 2017 dokumentiert die Entwicklung der Schrift von der karolingischen Minuskel zu den neuen gotischen Buchschriften wie Textura, Bastarda und Kursive sowie die Layouts von gotischen Handschriften mit neuen illustrativen Elementen. Schrift- und Bildgestaltung der gotischen Buchkultur werden anhand von Admonter Handschriften und Fragmenten präsentiert. Die ebenfalls ausgestellten ersten Lehrbücher der Schriftgeschichte zeigen die Beschäftigung mit der Entwicklung des Schreibens seit dem 17. Jahrhundert.

Zur Ausstellung 2017

Handschriften Digitalisierung

Im Jahr 2016 wurden im Stift Admont 100 mittelalterliche Handschriften der Sammlung in einem aufwändigen Verfahren und schonend für die alten Materialien digitalisiert. Am 9. Februar gingen diese ersten 100 Digitalisate im Zuge eines Festaktes im Handschriftenraum des Stiftes Admont online und stehen damit ForscherInnen und InteressentInnen völlig frei zur Verfügung. Eine Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ermöglicht den freien Zugang der Handschriften über die Datenbank www.manuscripta.at.  Die ältesten Handschriften der Bibliothek können nun digital untersucht werden.

Bei diesem Festakt konnte der Leiter von Stiftsarchiv und Stiftsbibliothek, P. Maximilian Schiefermüller, nicht nur Abt Bruno Hubl, sondern auch den neugewählten Abt Gerhard Hafner begrüßen. Unter den Gästen befanden sich weiters Propst Markus Grasl vom Augustiner Chorherrenstift Reichersberg sowie zahlreiche Mitbrüder aus dem Stift Admont sowie aus den benachbarten Klöstern Seitenstetten und Schlierbach. Wirtschaftsdirektor Helmuth Neuner besuchte die Veranstaltung ebenso wie viele interessierte Kolleginnen und Kollegen aus den stiftischen Betrieben und dem Stiftsgymnasium Admont.

Kooperationspartner bei der Handschriftendigitalisierung ist das Stift Klosterneuburg. Stiftsbibliothekar Martin Haltrich zeichnet nicht nur für die Projektkoordination, sondern auch für die Vermittlung von Fachpersonal für die Digitalisierung verantwortlich. Er berichtete gemeinsam mit Edith Kapeller, Julia Schön und Herbert Kramer über den Prozess des Digitalisierens. Die Leiterin der Abteilung für Schrift- und Buchwesen an der Österreichische Akademie der Wissenschaften Christine Glassner stellte anschließend das Handschriftenportal www.manuscripta.at vor, das ab nun laufend mit Admonter Digitalisaten bereichert wird.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von P. Florian Ehebruster OSB aus dem Stift Seitenstetten mit stimmungsvollen Barockstücken auf dem Cembalo.

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CNN kürt Stiftsbibliothek Admont

CNN kürt die Stiftsbibliothek Admont zu den schönsten Plätzen der Welt

CNN kürt die Stiftsbibliothek Admont zu den schönsten Plätzen der Welt – wenn es ums Lesen geht! Nachzulesen in der Kleinen Zeitung, 3. August 2016.

Dass die Stiftsbibliothek Admont atemberaubend schön und imposant ist, weiß jeder, der schon einmal einen Fuß in die barocke Stiftsbibliothek in Admont gesetzt hat. Diesen Umstand hat nun auch der Fernsehsender CNN erkannt. In einem Ranking der „großartigsten Plätze der Welt – zum Lesen“ findet sich Admont nun weltweit und den schönsten Plätzen, gleich neben ehrwürdigen Gebäuden wie der Biblioteca Marciana in Venedig oder den Bibliotheken von Oxford.

In seiner Begründung, warum Admont sich in dieser elitären Liste wiederfindet, schreibt CNN-Autor James Campell von der Cambridge Universität: Die bis 1776 errichtete Stiftsbibliothek sei ein von Licht durchflutetes Gesamtkunstwerk. Der Autor kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: Die Stiftsbibliothek sei wohl nie zum Studieren erbaut worden, sondern vielmehr, um Besucher zu beeindrucken!

Wir freuen uns über diese Auszeichnung von CNN!

Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (3)
Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (2)
Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (1)
P. Maximilian Schiefermüller Stift Admont Marcel Peda
Stift Admont Marcel Peda
Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (3) Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (2) Stiftsbibliothek Admont Marcel Peda (1) P. Maximilian Schiefermüller Stift Admont Marcel Peda Stift Admont Marcel Peda

 

Zu den Öffnungszeiten der Stiftsbibliothek Admont!

Zu den Veranstaltungen!

Studentenheim Münze

_U8A5276Beim Studentenheim „Münze“ handelt es sich um ein ehemaliges Kloster, welches vom Stift Admont erworben und in ein luxuriöses Studierendenheim umgebaut wurde. Das im Zentrum von Graz gelegene und von der Akademikerhilfe geführte charmante Wohnheim beherbergt  171 Studierende großteils in Einzel- und teilweise in Doppelzimmern. Die moderne Einrichtung im geschichtsträchtigen Gemäuer bewirkt eine ganz besondere Wohnatmosphäre in der Münze.

Die Zimmer des Studentenheims werden ganzjährig vergeben. Bei Interesse kommen Sie hier zur Anmeldung für einen Heimplatz!

Lesen Sie in der aktuellen PAX-Ausgabe einen Artikel auf Seite 24!

Wanderexerzitien im Stift Admont

Atemholen – unterwegs mit Bibel und Rucksack

Wanderexerzitien im Stift Admont mit P. Johannes Aichinger OSB vom 31. Juli bis zum 5. August 2016.

Termin:     31. Juli – 5. August 2016
Beginn:    Um 17.30 Uhr in der Stiftskirche – Treffpunkt: 17.20 Uhr ebendort.
Ende:        Um 14.00 Uhr

Kosten:    € 250,00
Das Geld kann dem Exerzitienleiter bis zum 4. August gegeben, es kann aber auch auf das Stiftskonto einbezahlt werden.

Exerzitienverantwortlicher: P. Johannes Aichinger OSB.

P.-Johannes_142x190Zur Person:
•  Im August 1964 geboren
•  Mönch im Benediktinerstift Admont seit August 1998
•  Religionslehrer in unserem Stiftsgymnasium, Pfarrer von Johnsbach und Weng
•  Ausbildung zum Pilgerbegleiter in der Diözese Graz-Seckau
•  Pilgererfahrungen auf den Mariazeller Wegen oder auf den Hemmawegen

Programm und Intention:
•    Ein benediktinischer Rahmen: Eucharistiefeier – Besuch der Konventmesse; gemeinsames Stundengebet
•    Begegnung mit der Natur
•    Begegnung mit den anderen Teilnehmern
•    „Atemholen – unterwegs mit Bibel und Rucksack“
•    Gehen und wandern und so zu sich selbst kommen

Voraussetzungen:
•    Das Wetter gestaltet das Programm mit!
•    Die täglichen Gehzeiten sind von Montag bis Donnerstag vier bis sechs Stunden
•    Die richtige Ausrüstung:
+ Für die Füße: Gutes eingegangenes Schuhwerk mit griffiger Sohle, entsprechende Socken, Fußbalsam und Blasenpflaster, vielleicht Stöcke zur Entlastung der Knie
+ Bekleidung: dem Wetter angemessene Kleidung: Windjacke, Regenponcho mit einer Ausnahme für den Rucksack, Stirnband / Buff, aber auch Sonnenkappe, Sonnencreme, Lippenschutz, Sonnenbrille und Insektenschutzmittel
+ Ein Tagesrucksack, eine Trinkwasserflasche
+ Persönliche Medikamente – Eine Zeckenimpfung finde ich ratsam
+ Dinge, die Ihnen gut tun: Badesachen (wir haben ein Freibad im Stiftsgelände), ein gutes Buch, … – Bequeme Kleidung für fünf Tage
+ Eine Bibel und die Regel des Heiligen Benedikt liegen in unseren Gästezimmern zur persönlichen Lektüre auf. Sie müssten sie also nicht einpacken!

Anmeldung:
bis 20. Juli 2016 bei P. Johannes Aichinger: aicj@gymnasium-admont.at
Nähere Informationen bei P. Johannes unter Tel.: +43 (0)3613/23 12-215
Mindestanzahl: drei Personen – Maximalzahl: acht Personen

Ausstellung 2017 – GOTIK

NEU: Gotik-Ausstellung ab 2. Mai 2017 im Stift Admont „Dem Himmel Nahe“

Bedeutende mittelalterliche Skulpturen, Tafelbilder und Glasmalerei aus der Sammlung Mayer – einzigartig in Österreich öffentlich zugängig ab 2. Mai im Stift Admont!

 

 

Die im Museum des Stiftes Admont gebotene, bereits legendäre Vielfalt wird 2017 dauerhaft um eine imposante Dimension erweitert. „DEM HIMMEL NAHE – Kunst des Mittelalters“: Erstmals werden ab 2. Mai 2017 ausgesuchte mittelalterliche Skulpturen, Tafelbilder und Glasmalerei aus der Sammlung Mayer gezeigt. Diese großartige und weitgehend auf einer Schenkung beruhende Gotik-Ausstellung reagiert auf ein neu erwachtes Interesse an den sakralen Skulpturen des späten Mittelalters, welche ihre Wirkung über Konfessions- und Religionsgrenzen hinaus entfalten.

Die in dieser Ausstellung vereinte Auswahl von Meisterwerken der Spätgotik – reichend von u. a. den “Schönen Madonnen” – um 1400 bis zu Niklaus Weckmann aus Ulm und dem Südtiroler Meister Hans Klocker aus Brixen – können nur einen knappen Überblick von einer Epoche geben, die zu den reichsten und fruchtbarsten unserer kunsthistorischen Vergangenheit gehört. Einige Werke der Sammlung Kuno Mayer waren bereits in wichtigen Gotik-Ausstellungen zu sehen – erstmals in dieser Fülle jedoch 2017 im Stift Admont!

Gottesnähe und Weltenglanz, Kunst und Kultur werden zu einer Einheit verschmolzen mit dem Ziel die Seele des Besuchers zu erfassen. Die Exponate der Sammlung Kuno Mayer sind ein sichtbarer Erfolg jahrelanger Tätigkeit im spezialisierten Kunsthandel. Sie verfolgen den gemeinnützigen Zweck das andauernde Interesse an der Kunst des Mittelalters einer breiten Bevölkerungsschicht zu wecken. Der Sammler Kuno Erich Mayer lebt mit seiner Frau in Götzis in Vorarlberg. Kuno Erich Mayer zu seiner Sammlertätigkeit: “Eine Kunstsammlung ist geprägt von Leidenschaft und Freude, von dem Bedürfnis nach Besitzen und Ordnen. Kunstsammeln ist eine Tätigkeit zwischen Enthusiasmus und Kenntnis, im Spannungsbogen der Ökonomie und des Mäzenatentums, sie ist Entdecker und Wegbereiter für vieles, das später museale Weihen erhält. Kunst und Kultur stehen für Werte, die Halt und Ordnung geben und die Menschen innerlich bereichern.”

Das Verbindende aller dieser Werke ist die schöne, harmonisch in sich ausgewogene Form und das Liebliche und Zarte im Ausdruck der Gesichter und Gesten. Diese Welt des „Bewahrten Kulturerbes“ will die Ausstellung nachhaltig optisch erschließen. Die Kunstwerke bleiben für die Mitmenschen und nächsten Generationen erhalten. „Und vielleicht ist es gerade diese Erfüllung, die zuerst das Sammeln und zuletzt das Weitergeben von Kunst so interessant macht“, so Mayer.

Freuen Sie sich auf die Sammlung Mayer – Kunst des Mittelalters – 2017 im Stift Admont! Ab 2. Mai 2017, tägl. 10 – 17 Uhr geöffnet!

Zu den Öffnungszeiten!

Zu den Eintrittspreisen!

Download Flyer 2017!

Zur Presse!

PRESSE-Termin am Eröffnungstag der GOTIK-Ausstellung, 1. Mai 2017:

Rundgang durch die Ausstellung und Gesprächsrunde mit dem Sammler Kuno Mayer
Treffpunkt: 13:00 Uhr im Foyer/Kassa Museum
Anmeldung erbeten!
Kontakt: Mag. Barbara Eisner-B., Tel.: +43 664 28 24 851 oder poesia_doku_mentale@yahoo.com

 

Mit medialer Unterstützung von

Presse-Club-Mitglieder erhalten im Kooperationszeitraum (bis 5. November 2017) 1+1 gratis auf die Eintrittskarte in Bibliothek & Museum im Stift Admont (pro Clubkarte max. 2 Personen) UND zusätzlich beim Kauf von 2 Tickets erhalten Presse-Club-Mitglieder den Ausstellungskatalog der neuen Gotikausstellung im Wert von € 18,00 um – 10 % ermäßigt!

Ö1-Club-Mitglieder erhalten – 15 % auf den regulären Eintrittspreis!

 

NEU:

Gotik-Paket um € 108,20 – Hier gehts zum Gotik-Paket!

Ältestes Rezept der Linzertorte

Ältestes Rezept der Linzertorte im Stiftsarchiv Admont

LT_großDas Archiv und die Bibliothek des Stiftes Admont beherbergen eine Vielzahl an Schätzen, Kuriositäten und Unikaten. Verwunderlich ist dennoch, dass das älteste erhaltene Rezept der berühmten Linzertorte nicht in Oberösterreich aufbewahrt wird, sondern im grenznahen, steirischen Benediktinerkloster Admont. Das Rezept, eigentlich sind es vier Varianten, befindet sich im Codex 35/31 der Stiftsbibliothek, einem „Buech von allerley Eingemachten Sachen, also Zuggerwerck, Gewürtz, Khütten und sonsten allerhandt Obst wie auch andere guett und nützlich Ding“. Angelegt wurde das Kochbuch, das etwa 490 Rezepte enthält, im Jahre 1653 von Anna Margarita Sagramosa, geborene Gräfin Paradeiser, einer in Verona ansässigen Adeligen. Wie ihr Kochbuch nach Admont kam, ist nach wie vor unbekannt.

Logoanwendung11-2011Die Linzer Confiserie-Firma Marc Chocolatier wurde auf unser Rezept aufmerksam und nahm Kontakt mit Stiftsarchivar und –bibliothekar P. Maximilian Schiefermüller auf. Der Traditionsbetrieb mit Sitz an der prominenten Linzer Landstraße bzw. der Harrachstraße wird basierend auf unserem Rezept nun Linzertorten backen, die fortan im Betriebslokal in Linz, aber auch im Museumsshop Admont (Linie „Made for Admont“) erworben werden können. Das älteste Rezept der Linzertorte, im Stift Admont aufbewahrt – umgesetzt in eine köstlichen Mehlspeise!

P. Maximilian Schiefermüller, Stiftsarchivar

Wer Lust hat: Hier kann man im Admonter Klosterkochbuch blättern!

Fotogalerie Ausstellung 2016

Sehen Sie hier aktuelle Fotos der derzeit laufenden Aussstellung ZUM FRESSEN GERN (bis 31. Oktober 2016 im Museum des Stiftes Admont, tägl. 10 – 17 Uhr):

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Copyright: Michael Braunsteiner

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Copyright: Marcel Peda

Sammlungsfotografen Köpcke & Weinhold

Für die Ausstellungssaison 2016 wurden die Sammlungsfotografen Sebastian Köpcke und Volker Weinhold eingeladen, Objekte der naturhistorischen Schausammlung fotografisch ins rechte Licht zu rücken.

Alle-Fotos-6Der programmatische Titel gibt ein Thema vor, das unterschiedlichste Interpretationen erlaubt. In inszenierten Bildern lassen die zuweilen mehr als hundertjährigen Tierpräparate wieder lebendig werden. Mit Zuneigung, Humor und Hintersinn betrachten die Fotografen dabei die unterschiedlichen Akteure. In der Kombination mit ausgesuchten Objekten des Kulturhistorischen Museums war es möglich, einige aufwändige Arrangements zu gestalten, die durchaus als Hommage an die Jagd- und Küchenstillleben der Renaissance und des Barock verstanden werden wollen. Der melancholische Blick auf das Werden und Vergehen, auf den ewigen Kreislauf von »Fressen und gefressen werden« erweist sich dabei als schöner Schein. Tatsächlich sind die Tiere zumeist seit hundert Jahren tot, aber gerade dadurch haben sie – mit Glasaugen, Drahtskelett und Sägespänen kunstvoll präpariert – museale Unsterblichkeit erlangt.

Portraits-Admont1Gleichermaßen dem Thema folgend, wurden die Frauen aus der Stiftsküche darum gebeten, sie fotografieren zu dürfen. In einem sehr weltlichen Sinne sind sie die guten Geister, die weitgehend im Verborgenen wirken, dem Tag Struktur verleihen und zugleich für kulinarische Abwechslung sorgen. An ihrer Kochkunst durften sich auch die beiden Künstler schon viele Male erfreuen. Dass sie das Küchenteam nun gut gelaunt im Bild verewigen konnten, war ihnen ein ganz besonderes Vergnügen.

Zu den Öffnungszeiten

Zu Ausstellungen 2016