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Nach fast 13-jähriger Amtszeit tritt Abt Bruno Hubl von der Leitung des steirischen Benediktinerstiftes Admont zurück. „Insgesamt bin ich mehr als 30 Jahre in Führungsfunktionen des Klosters tätig gewesen. Für mich ist es jetzt an der Zeit, die Verantwortung an einen Mitbruder zu übergeben“, so der Prälat in einer ersten Stellungnahme.
1947 in Kirchdorf / OÖ geboren, trat er 1965 in Admont ein und legte 1969 die Feierliche Profess ab. 1971 erhielt er die Priesterweihe und wurde bereits 1978 mit 31 Jahren zum damals jüngsten Prior Österreichs ernannt. Daneben war er in der Pfarrseelsorge und in hausinternen Aufgaben eingesetzt. Er betreute die Pfarren Selzthal und später Admont, war Novizenmeister und Klerikermagister sowie zeitweilig auch Bibliothekar und Archivar.
1996 wählte ihn die Gemeinschaft als Nachfolger Benedikt Schlömichers zum 67. Abt des Klosters Admont. In die Amtszeit des Prälaten fielen zahlreiche Neuerungen. Die Stiftsgebäude wurden größtenteils restauriert und modernisiert, ein neuer Museumskomplex geschaffen, das Pflegeheim am Frauenberg an der Enns ausgebaut. In Graz entstand das Studentenwohnheim „Haus der Begegnung“, in Admont wurde das Stiftsgymnasium erweitert. Nach vierjähriger Restaurierung erstrahlt die größte Klosterbibliothek der Welt in neuem Glanz. Eine erfolgreiche Wirtschaftsführung unter seiner Verantwortung machte diese Investitionen möglich.
Ein besonderes Anliegen war Abt Bruno Hubl stets der Klosternachwuchs. 11 Mönche legten unter ihm Feierliche Profess ab. Insgesamt zählt die Gemeinschaft derzeit 34 Mitglieder.
Auch außerhalb des Klosters übernahm er zahlreiche Funktionen in Kirche und Wirtschaft. Mehrere Jahre leitete er die steirische Superiorenkonferenz und gehört derzeit dem Priesterrat an. Als Präsidiumsmitglied der österreichischen Benediktinerkongregation trägt er die Verantwortung für das Kolleg St. Benedikt, dem Studienhaus des Ordens in Salzburg. Viele Jahre arbeitete er in der Liturgischen Kommission der Salzburger Äbtekonferenz. Bei der Grazer Wechselseitigen Versicherung ist er Vizepräsident des Aufsichtsrates.
Auf Grund vielseitiger Verdienste erhielt Abt Bruno Hubl zahlreiche hohe Auszeichnungen. Die Diözese Graz-Seckau würdigte ihn mit dem Titel eines Bischöflichen Konsistorialrates, das Land Steiermark mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen. Er ist Träger der Medaille für Verdienste um den Denkmalschutz des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und konnte den Österreichischen Museumspreis entgegen nehmen. Die Gemeinden Admont und Trieben ernannten ihn zum Ehrenbürger.
„Klöster müssen Leuchttürme des Glaubens sein. Unsere Aufgabe als Ordensleute ist es, die frohe Botschaft Christi durch unser Leben und Arbeiten den Menschen nahe zu bringen. Gott steht im Mittelpunkt unserer Existenz und damit der Auftrag, ihn zu verkündigen. Deshalb preisen wir ihn im Gebet – und beten zugleich besonders für diejenigen, die es nicht wollen oder können.“ Auf seine persönliche Zukunft angesprochen, meint Abt Bruno Hubl: „Ein Mönch geht nicht „in Pension“, sondern widmet sein Leben dem Gebet, der Arbeit und der geistlichen Lesung. Darum freue ich mich auf zukünftige Aufgaben, auch wenn ich noch nicht weiß, was es sein wird. Ich bin bereit, meiner Gemeinschaft und den Mitmenschen weiterhin zu dienen.“
Der Rücktritt des Abtes wird mit 27. April wirksam. An diesem Tag versammelt sich das Kapitel des Stiftes Admont, die Vollversammlung aller Mönche mit Feierlicher Profess, zu einer Neuwahl. Wahlrecht haben derzeit 29 Kapitulare. Mit absoluter Mehrheit wählbar sind alle über dreißigjährigen Mitbrüder im Priesteramt, die vor mehr als sieben Jahren die Feierliche Profess abgelegt haben.
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