Die Generalrestaurierung der barocken Stiftsbibliothek Admont – ein Jahrhundert-Projekt wurde abgeschlossen!
Im Zuge dieses Jahrhundertprojektes – vergleichbare Arbeiten wurden seit der Fertigstellung des Bibliothekssaales im Jahr 1776 noch niemals gemacht! – wurden in drei großen Arbeitsphasen während der Jahre 2004 bis 2008 abschnittsweise sämtliche Bereiche generalrestauriert: Alle Bestände aus Stein und Metall, die Deckenfresken, der gesamte Skulpturenschmuck sowie sämtliche Bestandteile aus Holz. Last but not least wurde der gesamte Buch-Bestand von etwa 70.000 Stück gereinigt und auf seine Schäden hin untersucht. Über 5.000 Bücher wurden restauriert!
Folgende Restauratoren-Teams waren an den Restaurierungs-Arbeiten beschäftigt:
- Bestände aus Stein (Boden, Säulen): Gerhard Zottmann, Judendorf-Strassengel
- Metall-Bestände (Geländer, Metallverbindungen, Uhr): Elisabeth Krebs, Wien
- Figurale Deckenmalerei, Fresken: Hubert Schwarz, Graz
- Monochrom gefasste Skulpturen von Josef Stammel: Eva Moser-Seiberl, Bad Aussee
- Fenster und polychrom gefasste Einrichtungen: Markus Piffl, Graz
- Metallfassungen – Vergoldungen: Bernadette Künigl, Lannach
- Buch-Bestand: Bettina Dräxler, Wien, sowie acht weitere Buchrestauratoren-Teams
Die Stiftsbibliothek Admont war während der gesamten Restaurierungs-Phase für die Besucher zu besichtigen – freilich zum Teil nur eingeschränkt, da Baugerüste und leere Bücherschränke die ganze Pracht des Saales gemindert haben.
Die Gesamtkosten von 6 Millionen Euro werden seitens der Tourismusabteilung des Landes und der EU mit 2 Millionen Euro und seitens der Kulturabteilung des Landes und der EU mit weiteren € 600.000 gefördert. 1 Million Euro übernimmt das Finanzministerium über die MwSt-Rückerstattung. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat sich darüber hinaus bereit erklärt, eine weitere Million Euro für die ebenfalls notwendige Sanierung der Ostfassade des Stiftes und der Brandmeldeeinrichtungen in der Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Dan dieser großzügigen Förderung kann der verbleibende Restbetrag seitens des Benediktinerstiftes Admont aus seinen wirtschaftlichen Erträgen finanziert werden.
Die Restaurierungs-Arbeiten waren jedoch dringend notwendig, da Teile der baulichen Substanz sowie ein beträchtlicher Teil der Bücher in ihrem weiteren Bestand gefährdet waren. Das Jahrhundert-Projekt der Generalrestaurierung der Stiftsbibliothek Admont, das unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes gestanden ist, war somit ein wichtiger Beitrag, ein architektonisches und kunstgeschichtliches Juwel für weitere Generationen zu sichern. Seit 16. März 2008 ist die größte Klosterbibliothek der Welt – die Stiftsbibliothek Admont – wieder neu aufgefrischt in ihrem alten Glanz für die Besucher zu bewundern!
Öffnungszeiten:
28. März - 7. November 2010, täglich 9 - 17 Uhr, für Einzelbesucher findet täglich
um 11.00 und 15.00 Uhr (ab 8 Personen) eine 40-min-Führung durch die
Bibliothek statt.
Hinweis: Die Admonter Stiftsbibliothek ist während der Öffnungszeiten auch ohne Führung zu besichtigen!









