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Künstlerische Interventionen

Künstlerische Interventionen

Raum für künstlerische Intervention im Kunsthistorischen Museum

  • HimmelsHöllenKleid

    Carola Willbrand, 2017

    HimmelsHöllenKleid

    Carola Willbrand geb. 1952, „Nähmethodikerin“, lebt und arbeitet nahe Köln, aufgewachsen mit der Kunst aus dem Umfeld der Rheinischen Expressionistinnen ihrer Tante, Käthe Schmitz-Imhoff (Schwester ihres Vaters), die erste Frau, die bei Heinrich Nauen an der Düsseldorfer Akademie studierte. Ausstellungstätigkeit seit 1981, in denen der Faden als Metapher für den Lebensfaden auf unterschiedlichsten Materialien das tragende Element bildet.

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Chronologie der Künstlerischen Interventionen (kuratiert von Michael Braunsteiner):

  • 2003Ohne TitelFranz Graf

    Ziel seiner Arbeit war es, der „Stille vergangener Welten“ nachzuspüren, die „tiefe Konzentration und stille Meditation“ der mittelalterlichen Mönche in ihrer Schreibstube wieder spürbar zu machen. Gefundene Objekte aus seinen Erkundungstouren im Depot sowie in Ecken und Winkeln des Benediktinerstiftes Admont stellte er in Verbindung zu gemalten Wandschriften und seinem mitgebrachten Raben – als Platzhalter an der Wand.

  • 2004NaturIngeborg Strobl

    Ein Kooperationsprojekt mit einer Klasse der HS Admont (Wandzeichnungen zu barocken Gemälden). Der Heilige Geist schwebte als Gestalt einer Taube über unterschiedlich beurteilbaren, wahrnehmbaren Tierabbildungen. Die Taube als Symbol des Friedens – das Tier als Träger einer Botschaft sowie als Teil der Schöpfung.

  • 2005… her und hin und …Markus Wilfling, 1 Video + Skulptur, Kamera: Krisztina Kerekes

    Konzeptueller Hintergrund ist eine Bewusstmachung der starken aktuellen Aktivitäten des Stiftes Admont im Bereich Gegenwartskunst in Kommunikation mit den historischen Exponaten aus früheren kulturellen „Hoch“-Zeiten des Klosters im Mittelalter und im Barock. Eine Videoarbeit „holt“ Teile des normalerweise nicht sichtbaren Kunstdepots mitten in das Museum.
  • 2006Ausgestopfte Tiere – bewegen sichNorbert Trummer

    Zeichnungen und Trickfilm. Ausgestopfte Tiere der Naturhistorischen Sammlung des Stiftes unter detailreicher Beobachtung im zeichnerischen Prozess.

  • 2007LaufdingThomas Baumann und Martin Kaltner

    Videoinstallation. Weggeworfene Gegenstände wurden aus dem alltäglichen Entsorgungssystem extrahiert und über die Konfrontation mit dem musealen Kontext der kunst- und naturhistorischen Sammlung des Stiftes Admont in ihrer Wertigkeit hinterfragt. Der „Lauf der Dinge“ (Fließband-Video) wurde auf einer übergeordneten Meta-Ebene als ein in der Welt und des Universums immanentes Prinzip beschrieben.

  • 2008Ephemer und EwigStefan Emmelmann

    Wahrnehmungsbilder zum Thema Wort, Schrift, Bibliothek mit besonderer Beziehung zum Jahresthema „Fokus Bibliothek“.
  • 2009Der Schatten der SonneWilhelm Scherübl

    Ein Erfahrungs- und Reflexionsraum von Prozessen und Strukturen des Natürlichen – von Repräsentanten seiner künstlerischen Recherchen in und mit der Natur: ein schwarz-weißes Muster an den Wänden, getrocknetes Pflanzenmaterial in Stoffsäcken, ENNS als kühl-leuchtender Schriftzug, historische Bücher, Videoloops – Wasser, Energie, Licht, Materie, Zeit, Wind, Bewegung. Das Werden und Vergehen als komplexe Form ständiger Erneuerung. Die Installation beruht auf mannigfaltige Beziehungen zum Stift Admont und zu seiner Umgebung, zur naturhistorischen Sammlung und der Bibliothek als Wissensspeicher.

  • 2010Studie über Fliegenpilz (2003)Werner Reiterer

    Interaktive Skulptur als Teil von „Play Admont“. Ein Fliegenpilz mit Ping-Pong-Bällen gefüllt, die beim Erscheinen der Besucher in die Luft geschleudert wurden und zur Interaktion animierten: aufheben oder liegenlassen.

  • 2011Admonter MadonnaKarl Leitgeb

    Multimediale Intervention zur Situation der Abwesenheit/der Absenz der „Admonter Madonna“. Eine künstlerisch wertlose Madonnenstatue aus neuerer Zeit und ein altes Tonbandgerät als Attribut, durch das ein Endlosband lief: als einerseits sich ständig verändernde Skulptur, anderseits als Tonträger für die akustische Bemühung um Stille –Silentium! Ein Video dokumentierte diese mehrschichtig interpretierbare Arbeit.

  • 2012Golden DeliciousHannelore Demel-Lerchster

    Aus Äpfeln geschnitzte Portraits. Die unterschiedlichen Apfelköpfe nahmen Bezug auf die Wachsfrüchtesammlung im Naturhistorischen Museum. Die zahlreichen, an Fäden im Raum frei hängenden Apfelköpfe alterten im Laufe der Ausstellung. Damit wurde deutlich, wie der Verlust des „Lebenssaftes“ im Laufe der Zeit zu massiven Veränderungen der äußeren Erscheinungen führt. Größe, Form, Farbe und Geruch müssen sich dem Alterungsprozess beugen: Diskrepanz zwischen Jungend und Alter, zwischen glatt und runzlig, Leben und Tod.

  • 2013 + 2014The Placebo Macclesfield PsalterEmil Siemeister

    Ein hinterleuchtetes Raumfries garantierte einen außergewöhnlichen Wahrnehmungstrip im hellwachem Zustand. Das Rohmaterial für diese speziellen Transformationen stammen aus dem „Macclesfield Psalter“ (Illuminierte Handschrift, 14. Jhdt, Sammlung Fitzwilliam Museum, Uni Cambridge). 2016 wurde diese Installation mit denselben Admonter Raum-Proportionen anlässlich des zweihundertjährigen Bestehens des Fitzwilliam Museum in Cambridge gezeigt: 1:1 Transfer von Raum und Kunst.

  • 2015 + 2016GaladinerGötz Bury

    Das trashig-prunkvolle Speisezimmer besteht aus Teilen/Objekten, die unter Verwendung von Wegwerfartikeln, alten Bestecken, Küchen- und Haushaltsgeräten, ausrangierten Waschmaschinentrommeln und Küchenspülenblechen kreiert wurden. Auf humorvoll-kritische Art kommt es zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Recycling, Schnelllebigkeit, Wegwerf-Reflex und Neubestimmung. Unmissverständliche Zitate auf die liturgischen Geräte in der Schatzkammer verweisen auf einen spezifischen Sammlungsteil des Stiftes Admont. Sein „Gut leben ohne nix“ durchdringt den ganzen Raum und repräsentiert Götz Bury als engagierten Koch-Performer.

  • 2017HimmelsHöllenKleidCarola Willbrand

    Carola Willbrand geb. 1952, „Nähmethodikerin“, lebt und arbeitet nahe Köln, aufgewachsen mit der Kunst aus dem Umfeld der Rheinischen Expressionistinnen ihrer Tante, Käthe Schmitz-Imhoff (Schwester ihres Vaters), die erste Frau, die bei Heinrich Nauen an der Düsseldorfer Akademie studierte. Ausstellungstätigkeit seit 1981, in denen der Faden als Metapher für den Lebensfaden auf unterschiedlichsten Materialien das tragende Element bildet.

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