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Sonderausstellung 2020: „WIR FRIEDRICH III. & MAXIMILIAN I. – Ihre Welt und Ihre Zeit“

Sonderausstellung 2020: „WIR FRIEDRICH III. & MAXIMILIAN I. – Ihre Welt und Ihre Zeit“

Sonderausstellung zu zwei Habsburger Persönlichkeiten

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Im erweiterten Gotik Museum zeigt das Stift Admont vom 4. Mai bis zum 1. November 2020 eine facettenreiche Sonderausstellung zu zwei Habsburger Persönlichkeiten: „WIR FRIEDRICH III & MAXIMILIAN I. - Ihre Welt und Ihre Zeit“.

Initiiert wurde dieses für Admont so außergewöhnliche Themenfeld durch den Kunstsammler und -mäzen Kuno Mayer. In seinen vielfältigen Kompetenzen tritt er dabei als Themensetzer, Chef-Kurator, Ausstellungsarchitekt und Vermittler auf. Dieser Aktionsradius basiert auf einer wechselseitig vital gepflegten Partnerschaft des Stiftes Admont mit Kuno Mayer. Hierzu wurde das Gotik Museum mit einem Ausstellungsraum erweitert. Dieser über die Gotik-Dauerausstellung erreichbare Raum wurde als offene Raumtrias mit Blick in die Zukunft neu adaptiert.

In den nächsten Jahren sollen hier wechselnde Ausstellungen im Kontext der Kunst und Kultur des Mittelalters stattfinden. In einem definierten Teilbereich ist geplant, klare Akzente in Verbindung mit den beiden Habsburger Persönlichkeiten zu setzen.

Exponate: Sammlung Mayer und 40 Leihgeber

Kuno Mayer feiert 2020 die beiden Kaiser mit Objekten, die hauptsächlich aus dem profanen Teil seiner Kunstsammlung stammen. Einige Prunkstücke, aber auch Unerwartetes entfaltet dieser neue Blick auf die Mayer´schen Schätze. Als ein vielsprechendes Schlüsselexponat sei hier die international beachtete Skulptur „Kaiser Friedrich III.“ (Inntaler Meister,um 1490) genannt.

In der Zusammenschau der ausgewählten Objekte der Sammlung Mayer mit Objekten aus dem Stift Admont sowie Leihgaben von 40 Institutionen werden insgesamt ca.190 Exponate in der Sonderausstellung präsentiert. Bis auf wenige Ausnahmen sind es Originale, die die beiden Habsburger Persönlichkeiten in ihrem Zeit-Raum-Gefüge spiegeln.

Preview 2020

Kunst und Kultur. Glaube, Geschichte und Mentalität. Friedrich III. und Maximilian I. werden als Vater und Sohn von der Wiege bis zur Bahre erfahrbar und erlebbar. Als Auftakt werden sie in einen größeren historischen Zusammenhang gestellt. Der Bogen spannt sich von der Erwerbung Tirols bis zum Aufstieg des Hauses Habsburg zur Großmacht. Das Haus Österreich. Margarethe Maultasch, Rudolph IV., Friedrich IV.mit der leeren Tasche, Albrecht VI. oder Sigmund der Münzreiche werden in erlesenen Exponaten präsent. Grafen und Adelsgeschlechter wie etwa die Schaunberger, die Polheimer oder die steirischen Prankher werden ebenso thematisiert wie Beziehungsfelder zu den Fuggern, zu Florian Waldauf Ritter von Waldenstein und anderen Privilegierten.

Zeitbilder zum Bergbau und zu Burgen geben detaillierte Einblicke. Die Kunst dieser Zeit repräsentieren namhafte Größen wie Albrecht Dürer, Max Reichlich, Meister der Habsburger, Bernhard Strigel, Bernard van Orley oder Bernhard v. Seyboldtsdorf in Tafelbildern und Portraits. Die Heiligenverehrung des Hauses Habsburg zeigt sich in Darstellungen von Heiligen wie Florian, Sebastian, Christophorus, Georg, Andreas – als detailreiche Skulpturen oder als Tafelbild mit Memorialfunktion. Herausragende Originale thematisieren den Orden vom Goldenen Vlies, den St. Georgs-Ritterorden und den Mäßigkeitsorden. Das AEIOU von Friedrich III. kommt ebenso zur Entfaltung wie Maximilians „gedechtnus“-Projekte.

Steine als Träger von herrschaftlichen Botschaften, Wappen, Harnische, bestechendästhetische Funeralhelme und Totenschilder. Oder ein 2,6 m langer Trauerzug als Gesamtkunstwerk. Urkunden mit einprägsamen Siegeln, aussagekräftigen Schriftbildern und Signaturen, Münzen und Schauguldiner. Vielfältig wird auch das damals „blühende“ Kunsthandwerk präsentiert – und vieles andere mehr.

Die Sonderschau 2020 ist im neu adaptierten Bereich im Gotik Museum (Erdgeschoß) zu sehen und weitet sich in den Handschriftenraum im 1. Stock (gegenüber dem Zugang zur Bibliothek) aus. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Leihgeber aus Österreich, Südtirol und Deutschland

In einem Zeitraum von zwei Jahren waren wir als Ausstellungsteam auf Spurensuche und Spurenschau - quer durch Österreich und darüber hinaus. Die Herkunft der Exponate spiegelt in mehreren Fällen die Bedeutungs- und Wirkräume von Friedrich III. und Maximilian I. wider. Besonders am Herzen lag uns die Einbindung von Klöstern wie Kremsmünster, Vorau, St.Florian, St. Lambrecht, St. Paul, Seckau, Stams, Wilten, Klosterneuburg und Neukloster/Heiligenkreuz. Als Museen sind u.a. folgende Institutionen vertreten: Universalmuseum Joanneum Graz (Museum Geschichte, Zeughaus,Alte Galerie), Tiroler Landesmuseen, Oberösterreichisches Landesmuseum, Landesmuseum Kärnten, Wien Museum, Belvedere Wien, KHM Wien, Stadtmuseum Nordico Linz, Museum Lauriacum Enns, Stadtmuseum Wels, Heimatmuseum Schärding, Innviertler Volkskundehaus Ried, Stadtmuseum Hall i. Tirol, Schattenburg Feldkirch, Schloss Tratzberg, Diözesanmuseum Brixen, Landesfürstliche Burg Meran, Bergbau- und Gotikmuseum Leogang, Schlossmuseum Peuerbach.

Ebenso die Archive wie Landesarchiv Steiermark, Österr. Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Depot Orden vom Goldenen Vlies,Stadtamt Grein, Tiroler Landesarchiv, Stadtarchiv Hall i. Tirol, Diözesanarchiv Brixen. Weiters das Bistum Augsburg/Wildpoldsried, die Stiftung Bürgergemeinschaft Obdach Spitalkirche sowie die Montanuniversität Leoben.

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