Geschichte Bauabteilung

Als frühester Vorläufer der Bauabteilung kann der mittelalterliche „Werkhof“ gelten, der mit einem bestimmten Budget aus den Einkünften des Klosters ausgestattet war, unter der Leitung eines Werkmeisters“ (lateinisch „magister operis“) stand und sich bereits für die Zeit um 1200 nachweisen lässt. Eine solche Einrichtung hat es allerdings im Laufe der Stiftsgeschichte nicht durchwegs gegeben, denn in späteren Jahrhunderten hört man meist nur von einzelnen Bauhandwerkern („Hofmaurer“, „Hoftischler“), von denen die laufenden Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden durchgeführt wurden.

Ab dem 15. Jahrhundert ließen sich in Admont und seiner Umgebung mehrere im Bauwesen tätige Gewerbetreibende (vor allem Steinmetze und Maurer) nieder, die sich zur „Admonter Bauhütte“ zusammenschlossen und regelmäßig auch Aufträge aus dem Stift erhielten. Erst um 1780, als infolge der Reformen unter Kaiser Josef II. neue Kirchen, Pfarrhöfe und Schulen gebaut werden mussten, wurde für eine Zeitlang ein eigener Stiftsbaumeister angestellt. Später fiel die Verantwortung für die Bautätigkeit wieder in den Aufgabenbereich des für die Landwirtschaft zuständigen „Schaffers“, der somit auch als „Gebäudeinspektor“ fungiert hat. Im Rahmen des „Schafferamtes“ ist dann auch nach dem zweiten Weltkrieg jener zehnköpfige Bautrupp aufgestellt worden, aus dem sich ab 1964 die Bauabteilung als eigener Betrieb entwickelte.