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Stift Admont stärkt steirischen Tourismus

Stift Admont stärkt steirischen Tourismus

Onlinemarketing erzielt Reichweite von mehr als 150 Millionen Menschen

Sebastian Burziwal
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Durch den steigenden Bekanntheitsgrad der weltweit größten Klosterbibliothek etabliert sich Admont nun auch in Osteuropa, Asien und den USA als beliebtes Reiseziel. Von dieser positiven Entwicklung profitiert die gesamte Steiermark.

„Wir Benediktiner sehen es als unsere Aufgabe, wertvolles Kulturgut zu erhalten und den Menschen zugänglich zu machen. Eine Aufgabe, der wir uns bereits seit fast 950 Jahren widmen und durch die wir auch die touristische Entwicklung der Region und des gesamten Landes maßgeblich fördern“, spricht Abt Mag. Gerhard Hafner OSB. über den kulturellen Vermittlungsauftrag des Benediktinerstiftes Admont.

Über 150 Millionen Menschen erreicht  

Von 2018 bis 2020 hat die Marketing- und PR-Abteilung des Benediktinerstiftes das Foto der weltweit größten Klosterbibliothek um die ganze Welt geschickt. Zwei Jahre, in denen mehr als 150 Millionen User das barocke Wunderwerk auf digitalen Plattformen bestaunt, geteilt und geliked haben. „Unser Marketing zielt auf eine starke Online-Präsenz in sozialen Medien, Reise- und Kulturplattformen ab. So ist es uns gelungen, den Bekanntheitsgrad von Admonts Klosterbibliothek erheblich zu steigern“, sagt Mario Brandmüller, Leiter der Abteilung Kultur, Tourismus und PR des Stiftes Admont. Eine Strategie, die mittlerweile einen regelrechten Admont-Hype ausgelöst hat: Allein auf Facebook erzielte das Benediktinerstift in zwei Jahren eine Reichweite von knapp 38 Millionen Menschen und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, rührt nun auch US-Medienstar Oprah Winfrey die Werbetrommel. Und zwar ganz ohne Werbevertrag. „Der von Oprah Winfrey gegründete Buchclub hat eine Reiseempfehlung für Admont ausgesprochen und dazu das Bild der Stiftsbibliothek gepostet. Wir fühlen uns wirklich geehrt“, freut sich Abt Mag. Gerhard Hafner OSB. der von zahlreichen Buchungsanfragen von US-Amerikanern berichtet, die seither im Benediktinerstift eingelangt sind.

Anteil internationaler Gäste wächst 

Von der Werbewirksamkeit der weltweit größten Klosterbibliothek profitiert jedoch nicht nur das Benediktinerstift, sondern auch der landesweite Tourismus. Traditionell verzeichnet die Steiermark einen hohen Anteil an Inlandsgästen, der bei knapp 64 Prozent liegt. Auch bei den Nächtigungen verhält es sich ähnlich: Rund 61 Prozent aller getätigten Buchungen stammen aus Österreich. Durch sein internationales Marketing will das Benediktinerstift neue Zielgruppen in die Steiermark holen. „Wir gehen davon aus, dass wir durch unsere Aktivitäten schon in den nächsten zwei Jahren den Anteil ausländischer Urlaubsgäste signifikant erhöhen können“, so Wirtschaftsdirektor Franz Pichler. Neben dem amerikanischen setzt das Benediktinerstift auch auf den osteuropäischen und den asiatischen Markt. „Schon vor der Corona-Pandemie haben wir eine Marketing-Offensive in Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei und Slowenien gestartet. Auch Russland peilen wir an“, informiert der PR-Chef Mario Brandmüller. Das kulturaffine Publikum will man vor allem durch die weltweit größte Klosterbibliothek und die neue Sonderausstellung im Stiftsmuseum über die beiden Habsburger Persönlichkeiten Friedrich III. und Maximilian I. gewinnen. Gäste aus dem neuen Zielmarkt sollen jedoch nicht nur die Besucherzahlen des Museums ankurbeln, sondern vor allem für einen Zuwachs der Nächtigungen sorgen.

Das Tor zum internationalen Markt 

Um den internationalen Markt zu erschließen, schickt das Benediktinerstift eine neue Plattform ins Rennen. Auf www.cultour.digital werden digitale Führungen der nächsten Generation ermöglicht. Hier kommt eine spezielle Software ins Spiel, die eine herausragende 360-Grad-Darstellung und verschiedene Audio- und Zusatzfunktionen bietet. „So können Besucher auf der ganzen Welt die Klosterbibliothek und das Stiftsmuseum in Admont digital erkunden, wodurch wir uns global etablieren können“, sagt Pichler. Schon kurz nach dem Auftakt in Europa haben sich bereits weitere namhafte Museen und Kultureinrichtungen an der Plattform beteiligt. Auch Gespräche zu internationalen Partnerschaften laufen: „Wir stehen mit Eigentümerfamilien und musealen Institutionen aus ganz Europa in Kontakt, die ihr kulturelles Angebot auf cultour.digital teilen wollen“, spricht Brandmüller über die stetig wachsende Plattform. Diese digitalen Führungen sollen das Erlebnis vor Ort jedoch nicht ersetzen, sondern vielmehr das Interesse an einem Besuch wecken. „Die neue Plattform ist eine virtuelle Brücke zum realen Kulturerlebnis“, betont Brandmüller, der durch die ausgeklügelte Marketingstrategie des Benediktinerstiftes nicht nur Admont auf einem guten Weg sieht, sich als internationales Urlaubsziel zu positionieren, sondern die gesamte Steiermark. „Durch unsere Vermarktungsschritte stärken wir den gesamten Steiermark-Tourismus nachhaltig“, so Brandmüller.  Diese ausgeklügelte Software wurde vom Start-up-Unternehmen LightCyde aus Schladming entwickelt. „Damit ermöglichen wir allen Usern ein modernes, erlebnisorientiertes, interaktives und zugleich intuitives Kulturerlebnis. Unter Berücksichtigung des Synergiegedankens, sowie umfangreicher Werbe- und Vermarktungsmöglichkeiten aller Kulturbetriebe wurde eine nachhaltige, internationale Kulturplattform realisiert“, so der Geschäftsführer von LightCyde, Thomas Fischbacher. 

Lob und Anerkennung für die Arbeit des Benediktinerstiftes kommt auch von Seiten des Landes Steiermark, der Gemeinde Admont und dem TVB Gesäuse.
 
MMag. Barbara Eibinger-Miedl, Tourismuslandesrätin in der Steiermark 
„Die Stiftsbibliothek Admont ist ein herausragendes Kulturgut, das bereits auf der ganzen Welt einen Namen hat. Die vielfältigen Aktivitäten des Benediktinerstiftes, um die Bibliothek noch bekannter und auch in Zeiten der Corona-Pandemie erlebbar zu machen, sind von unschätzbarem Wert. Sie tragen dazu bei, neue Zielgruppen für Admont und damit die Steiermark zu begeistern. Ein herzliches Danke an Abt Gerhard Hafner und das gesamte Team, dass sie damit auf typisch steirische Art und Weise Tradition und Innovation verbinden“, so Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.  

Christian Haider, Bürgermeister der Marktgemeinde Admont  
„Einem jungen und engagierten Team ist es gelungen, die weltweit größte Klosterbibliothek auf eine Reise rund um die Welt zu schicken. An dieser Reise und auf diesem Weg durfte auch unsere Gemeinde teilnehmen. Der Tourismus und vor allem die Klosterbibliothek stellen einen sehr hohen und wichtigen Stellenwert für die Gemeinde Admont dar.“    

Mag. David Osebik, Geschäftsführer Tourismusverband Gesäuse 
Was in den letzten Jahren hinter und vor den Klostermauern entstanden ist, sorgt in der Welt außerhalb des Gesäuses gerade für Furore. Den Erfolgsfaktor Social Media durfte das Team des Tourismusverbandes die ersten Jahre mit der Kulturabteilung des Stiftes aufbauen. Der Staatspreis PR im November 2019 setzte dieser Entwicklung die erste und vielbeachtete Krone auf. Seit 2020 ist das Stift seine eigene, erfolgreiche Social Media Agentur und setzt den Weg zu bisher ungeahnten Höhen fort. Die kürzlich 100.000 erreichten Follower auf Facebook sprechen für sich. Die Innovation hört im Benediktinerstift Admont jedoch nicht im Bereich Social Media auf. Im letzten Jahr entstand mit dem Projekt Cultour digitale Kulturplattform, die weltweit ihresgleichen sucht. Dahinter steckt beinharte Arbeit und enormes Know-How, wozu dem Stift und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur zu gratulieren ist. 

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