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Ältestes Rezept der Linzertorte

Ältestes Rezept der Linzertorte im Stiftsarchiv Admont

LT_großDas Archiv und die Bibliothek des Stiftes Admont beherbergen eine Vielzahl an Schätzen, Kuriositäten und Unikaten. Verwunderlich ist dennoch, dass das älteste erhaltene Rezept der berühmten Linzertorte nicht in Oberösterreich aufbewahrt wird, sondern im grenznahen, steirischen Benediktinerkloster Admont. Das Rezept, eigentlich sind es vier Varianten, befindet sich im Codex 35/31 der Stiftsbibliothek, einem „Buech von allerley Eingemachten Sachen, also Zuggerwerck, Gewürtz, Khütten und sonsten allerhandt Obst wie auch andere guett und nützlich Ding“. Angelegt wurde das Kochbuch, das etwa 490 Rezepte enthält, im Jahre 1653 von Anna Margarita Sagramosa, geborene Gräfin Paradeiser, einer in Verona ansässigen Adeligen. Wie ihr Kochbuch nach Admont kam, ist nach wie vor unbekannt.

Logoanwendung11-2011Die Linzer Confiserie-Firma Marc Chocolatier wurde auf unser Rezept aufmerksam und nahm Kontakt mit Stiftsarchivar und –bibliothekar P. Maximilian Schiefermüller auf. Der Traditionsbetrieb mit Sitz an der prominenten Linzer Landstraße bzw. der Harrachstraße wird basierend auf unserem Rezept nun Linzertorten backen, die fortan im Betriebslokal in Linz, aber auch im Museumsshop Admont (Linie „Made for Admont“) erworben werden können. Das älteste Rezept der Linzertorte, im Stift Admont aufbewahrt – umgesetzt in eine köstlichen Mehlspeise!

P. Maximilian Schiefermüller, Stiftsarchivar

Wer Lust hat: Hier kann man im Admonter Klosterkochbuch blättern!

Spezialsammlungen

Made for Admont

Im Jahre 1997 hat das Stift Admont mit dem Aufbau der Sammlung Gegenwartskunst begonnen. Bis zum heutigen Tag gelangen Werke aus Ankäufen von Galerien, aus Sammlungen, direkt von Künstlerinnen und Künstlern, teils auch aufgrund von Schenkungen und Stiftungen in diese Sammlung. Bereits nach kurzer Zeit hat sich aus den guten und permanenten Kontakten primär zur österreichischen Künstlerschaft eine neue Situation ergeben.

Im Jahre 2000, also noch vor der Eröffnung des neuen Museums, wurde mit Lois Renner der damals „modernste Maler Österreichs“ als erster „artist in residence“ in das Stift Admont eingeladen. Man kann durchaus von einer experimentellen Laborsituation sprechen. Renner installierte sein heute in der Stiftssammlung befindliches Modell „Festung“ – einem 1 : 10 Nachbau seines Künstlerstudios. Er dokumentierte es in seiner neuen Umgebung und ließ es in kontrastreiche Zwiegespräche treten mit der Stiftsbibliothek und ihren Schriften, mit Werken des Stiftsbildhauers Josef Stammel und mit Kunstwerken aus dem Depot. Das Resultat des mehrwöchigen Dialoges unterschiedlicher Welten und ihres wechselseitigen Reagierens war eine Serie von Kunstwerken, in der zwei nicht so leicht vereinbare Gegensätze konstruktiv zu einem neuen Ganzen zusammengewachsen sind.

Das war die Geburtsstunde der MADE FOR ADMONT-Schiene. In weiterer Folge wurden und werden regelmäßig Künstlerinnen und Künstler eingeladen, neue Werke für die Sammlung zu schaffen. In einigen Fällen agierten die Admonter Mönche als „Models“ (etwa für Judith Huemer, Erwin Wurm, Konrad Rainer).

Auf dieser Sammlungsschiene gibt es einen Sonderbereich. Seit 2001 haben im Auftrag des Stiftes Admont 27 Künstlerinnen und Künstler unter dem Titel „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“ Kunstwerke für blinde, sehbeeinträchtigte und sehende Menschen geschaffen. Auch die grundsätzlich jährlich wechselnde „Künstlerische Intervention“ (seit 2003) im Kunsthistorischen Museum fällt in diesen Bereich.

Ein Gespräch von Sabine B. Vogel, Welten in Berührung, in: Kunstforum International, Die neue Auftragskunst, Ende der Autonomie? Band 244, 2017, S. 108-111.

WurmUntitled  2002  649DE6.b
Jenseits des Sehens 2 . Ausstellung im Contemporary Art Center Winzavod, Moskau, 2013,2014.
Künstlerische Intervention 2015 . Bury Galadiner
Märzendorfer white noise 2008
lois renner
Bibliothek Friedl (Platzhalter)
WurmUntitled  2002  649DE6.b Jenseits des Sehens 2 . Ausstellung im Contemporary Art Center Winzavod, Moskau, 2013,2014. Künstlerische Intervention 2015 . Bury Galadiner Märzendorfer white noise 2008 lois renner Bibliothek Friedl (Platzhalter)


Jenseits des Sehens – Kunst verbindet Blinde und Sehende“

Jenseits des Sehens_KarnerDiese Spezialsammlung ist ein eigenständiges Sammlungs-Modul innerhalb der Sammlung Gegenwartskunst. Sie umfasst derzeit 27 zeitgenössische Kunstwerke, die für Blinde und Sehende gleichermaßen zugänglich sind. Seit 2002 werden ausgewählte Künstlerinnen und Künstler damit beauftragt. Als Zugang zu dieser speziellen Themenstellung setzen sie sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Blind-Sein bzw. Sehbeeinträchtigung auseinander. Im Dialog mit Betroffenen versuchen sie, diese Wahrnehmungswelt zu erkunden – und damit meist die eigene Wahrnehmung, das eigene körperliche Navigationssystem sowie die jeweils eigene künstlerische Produktion zu reflektieren. Aus diesem Prozess entstanden Kunstwerke, die mehrsinnlich erkundbar und erfahrbar sind – unmittelbar. Das Spektrum reicht von einfachen skulpturalen über hochkomplexe multimediale Werke bis zu Arbeiten, die sich nur über den Dialog zwischen Blinden und Sehenden erschließen. Lesen Sie mehr zur Sammlung JENSEITS DES SEHENS.

Weitere Spezialsammlungen im Stift Admont:

Sammlung Hannes Schwarz

Schwarz Admont 3Hannes Schwarz war einer der wichtigsten steirischen Künstler der Nachkriegszeit. Sein Werk resultiert aus einer kritischen Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte – im spezifischen mit den ideologischen Abgründen des NS-Regimes. 2002 hat der Künstler dem Stift Admont 24 Ölbildern und 68 Grafiken geschenkt. Weitere Informationen zur Sammlung Hannes Schwarz.

Sammlung Mayer

Erstmals ab 2017 werden ausgesuchte mittelalterliche Skulpturen, Tafelbilder und Glasmalerei aus der Sammlung Mayer gezeigt. Diese großartige und weitgehend auf einer Schenkung beruhende Gotik-Ausstellung reagiert auf ein neu erwachtes Interesse an den sakralen Skulpturen des späten Mittelalters, welche ihre Wirkung über Konfessions- und Religionsgrenzen hinaus entfalten.

Die in dieser Ausstellung vereinte Auswahl von Meisterwerken der Spätgotik – reichend von u. a. den “Schönen Madonnen” – um 1400 bis zu Niklaus Weckmann aus Ulm und dem Südtiroler Meister Hans Klocker aus Brixen – können nur einen knappen Überblick von einer Epoche geben, die zu den reichsten und fruchtbarsten unserer kunsthistorischen Vergangenheit gehört.

Gottesnähe und Weltenglanz, Kunst und Kultur werden zu einer Einheit verschmolzen mit dem Ziel die Seele des Besuchers zu erfassen. Die Exponate der Sammlung Kuno Mayer sind ein sichtbarer Erfolg jahrelanger Tätigkeit im spezialisierten Kunsthandel. Sie verfolgen den gemeinnützigen Zweck das andauernde Interesse an der Kunst des Mittelalters einer breiten Bevölkerungsschicht zu wecken. Der Sammler Kuno Erich Mayer lebt mit seiner Frau in Götzis in Vorarlberg. Kuno Erich Mayer zu seiner Sammlertätigkeit: “Eine Kunstsammlung ist geprägt von Leidenschaft und Freude, von dem Bedürfnis nach Besitzen und Ordnen. Kunstsammeln ist eine Tätigkeit zwischen Enthusiasmus und Kenntnis, im Spannungsbogen der Ökonomie und des Mäzenatentums, sie ist Entdecker und Wegbereiter für vieles, das später museale Weihen erhält. Kunst und Kultur stehen für Werte, die Halt und Ordnung geben und die Menschen innerlich bereichern.” Die Ausstellung ist ab 1. Mai 2017 im Stift Admont, tägl. 10 – 17 Uhr zu besichtigen!

Das gesamte Museum ist barrierefrei zugänglich!

Sammlungsstrategie

Das Benediktinerstift Admont blickt auf eine lange Sammlungstradition im Bereich der Naturkunde und Kunstgeschichte zurück. Mit der Eröffnung des neuen Museums im Jahre 2003 hat es seine Aktivitäten im Hinblick auf die zukünftige Mitgestaltung und Reflektion zeitgenössischer Kunst ausgeweitet. Der kuratorische Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der österreichischen Gegenwartskunst, ihrer Erweiterung in Richtung internationale Kunst und in der gezielten Förderung künstlerischer Produktion.

Aufbau der Sammlung Gegenwartskunst
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Michael Braunsteiner (Künstlerischer Leiter) und
Daniel Spoerri im Depot mit Werken von Erwin Wurm

Seit 1997 wird im Stift Admont kontinuierlich eine die historischen Bestände folgerichtig und unserer Zeit gemäß ergänzende Gegenwartskunst-Sammlung aufgebaut. Sie beinhaltet derzeit über 1500 Werke von etwa 180 vorwiegend ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Österreich geborenen oder dort tätigen Künstlerinnen und Künstlern.
Neben konventionellen Ankäufen macht die Auftragskunst einen wesentlichen Teil der Sammlung aus. Im Zuge des „MADE FOR ADMONT“-Programmes werden kontinuierlich Künstler und Künstlerinnen in das Stift eingeladen. Diese authentischen Kunstwerke verleihen der Sammlung des Stiftes Admont ihren ganz spezifischen Charakter.

Sammlung Jenseits des Sehens
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Spezialsammlung „Jenseits des Sehens – Kunst verbindet Blinde und Sehende“

Eine Besonderheit bildet die Spezialsammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“. Allen diesen Kunstwerken ist gemeinsam, dass ihre Wahrnehmung über die Augen nicht im Vordergrund steht. Diese speziell für die Admonter Sammlung entwickelten Kunstwerke sind gleichermaßen für Menschen mit Blindheit, Sehbeeinträchtigung und für Sehende konzipiert. Das Spektrum der bisher geschaffenen Werke reicht von einfachen skulpturalen über hochkomplexe multimediale Werke bis zu kombinatorischen Foto/Braille-Arbeiten, die sich nur über einen Dialog zwischen blinden und sehenden Menschen erschließen.

Sammlung gotischer und barocker Madonnen
Eine jüngere Erwerbung: Maria mit Kind von Jakob Kaschauer (Umkreis)
Eine jüngere Erwerbung: Maria mit Kind
von Jakob Kaschauer (Umkreis)

Der Erwerb von historischen Kunstwerken wird erwogen, wenn diese in einen authentischen Zusammenhang mit dem Stift Admont stehen.  Seit 2010 befindet sich  eine Sammlung gotischer und barocker Madonnen im Aufbau. 2017 wird in einem eigenen Raum die „Sammlung Mayer“ dauerhaft präsentiert. Sie besteht aus über 70 Werken mittelalterlicher Kunst.

Immer wieder sind einzelne Kunstwerke oder Teile der Sammlungen in nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.

Jenseits des Sehens

HP Admont . Austellung Jenseits des Sehens mit Personen.jpg
Spezialsammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“
HP Admont.Jenseits.Reiterer
Werner Reiterer, Ohne Titel, 2002/03

Diese Spezialsammlung ist ein eigenständiges Sammlungs-Modul innerhalb der Sammlung Gegenwartskunst. Sie umfasst derzeit 27 zeitgenössische Kunstwerke, die für Blinde und Sehende gleichermaßen zugänglich sind. Seit 2002 werden ausgewählte Künstlerinnen und Künstler damit beauftragt. Als Zugang zu dieser speziellen Themenstellung setzen sie sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Blind-Sein bzw. Sehbeeinträchtigung auseinander. Im Dialog mit Betroffenen versuchen sie, diese Wahrnehmungswelt zu erkunden – und damit meist die eigene Wahrnehmung, das eigene körperliche Navigationssystem sowie die jeweils eigene künstlerische Produktion zu reflektieren.

Aus diesem Prozess entstanden Kunstwerke, die mehrsinnlich erkundbar und erfahrbar sind – unmittelbar. Das Spektrum reicht von einfachen skulpturalen über hochkomplexe multimediale Werke bis zu Arbeiten, die sich nur über den Dialog zwischen Blinden und Sehenden erschließen.

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Ausstellung in Winzavod, Moskau, 2013/14

Die Sammlung ist als proaktives Angebot konzipiert, blinde Menschen zum Diskurs über zeitgenössische Kunst einzuladen, zwischen Blinden und Sehenden einen grenzerweiternden Prozess des ART SHARINGs und des SPACE SHARINGs anzuregen. Die Sammlung bietet die Möglichkeit für die Begegnung unterschiedlicher Welten, für deren Austausch hin zu einer wechselseitigen Bereicherung. Ein gemeinsamer Raum im Miteinander kann sich entwickeln. Sehende finden spielerisch ungewöhnliche Zugänge zur Kunst sowie zu verschiedenen Wahrnehmungsstilen und Wahrnehmungswelten. Die Sammlung thematisiert außerdem die sinnliche Erfahrungsqualität als eigene Kunstkategorie, als eigenen künstlerischen Wert. Durch dieses in ganz Europa einmalige Kunstprojekt wird ein neuer Zugang zu zeitgenössischer Kunst ermöglicht.

Norbert Trummer, Bluesbox, 2012

2012 wurde „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“ erstmals hier im Museum des Stiftes Admont der Öffentlichkeit präsentiert – anlässlich ihres 10jährigen Bestehens. 2013/14 wurde die Sammlung im Zentrum Zeitgenösssicher Kunst Winzavod in Moskau zur Diskussion gestellt, mit durchgehend positiven Reaktionen und nachhaltigen Effekten vor Ort.

Karl Leitgeb, Lev Termens Converter, 2013

Der Sammlungsaufbau sowie die Präsentation wurden wissenschaftlich begleitet und multimedial dokumentiert. Ein mehrjährig angelegtes Film-Projekt begleitet den Prozess der Rezeption. Gemeinsam mit Blinden und Sehenden wurde bis jetzt ein umfangreiches Know-how gewonnen und neuartige Ansätze in der Vermittlung und Rezeption entwickelt.
Für die nächsten Jahre sind mögliche Präsentationsorte aktiv im Gespräch.

Michael Braunsteiner, Kurator
Barbara Eisner-B, Coach | wissenschaftliche Begleitung | Dokumentation | Film-Projekt

Mit Werken von:
Thomas Baumann, Wolfgang Becksteiner, Adi Brunner, Hannelore Demel-Lerchster, Johannes Deutsch, Manfred Erjautz, Heribert Friedl, Matthias Gommel, Michael Gumhold, Stefan Gyurko, Maria Hahnenkamp, Julie Hayward, Tomas Hoke, Anna Jermolaewa, Karl Karner, Michael Kienzer, Karl Leitgeb, Michael Maier, David Moises, Werner Reiterer, Constanze Ruhm, Emil Siemeister, Gustav Troger, Norbert Trummer, Martin Walde, Hans Winkler, Fabio Zolly.

 

Fotogalerie Jenseits des Sehens
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Ausstellungskatalog JENSEITS DES SEHENS 2012

Homepage „Jenseits des Sehens – Kunst verbindet Blinde und Sehende“

Museum Gegenwartskunst

 

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OPEN THE LINK.

Sonderausstellung im Museum für Gegenwartskunst, 19. März – 5. November 2017, tägl. 10 – 17 Uhr geöffnet

Die Sonderausstellung 2017  im Museum Gegenwartskunst  bietet lebendige Einblicke in die 1997 begonnene und somit 20jährige Sammlungstätigkeit der Kunst unserer Zeit.

Der Bogen spannt sich von den ersten bis zu den aktuellsten Erwerbungen, von den MADE FOR ADMONT-Werken bis zu den künstlerischen Interventionen. Und natürlich die Präsentation der Spezialsammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“ als eigenständiger Sammlungsbereich in der gesamten Sammlung. Dokumentations-Spots machen erlebbar, wie die Sammlung Gegenwartskunst gewachsen ist und wie sie Welten in Bewegung bringt.

Rund 170 vorwiegend ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Österreich geborene oder hier tätige Künstlerinnen und Künstler sind mit Werken in der Sammlung vertreten. In dieser Ausstellung sind einige davon zu sehen, gleichsam stellvertretend für alle und stellvertretend für die Repräsentanz der inneren Sammlungsstruktur.

OPEN THE LINK als eine von zahlreichen Möglichkeiten einer Werkauswahl und einer Werkkombination – in einem Ausstellungsgefüge zum 20jährigen Jubiläum Sammlung Gegenwartskunst. Feiern Sie mit! OPEN THE LINK!

Kurator: Michael Braunsteiner

20 Jahre Sammlung Gegenwartskunst – OPEN THE LINK . 2017 In der Ausstellung vertretene KünstlerInnen:

Siegfried Anzinger • Erwin Bohatsch • Herbert Brandl • Adi Brunner • Götz Bury • Gunter Damisch • Lore Demel-Lerchster • Johannes Deutsch • Manfred Erjautz • Bruno Gironcoli • Franz Grabmayr • Franz Graf •  Michael Gumhold • Claudia Hirtl • Lisa Huber • Judith Huemer • Christian Hutzinger • Alfred Klinkan • Ronald Kodritsch • Rudi Molacek • Tobias Pils • Konrad Rainer • Werner Reiterer • Lois Renner • Gerhard Rühm • Hubert Scheibl • Eva Schlegel • Hubert Schmalix • Christoph Schmidberger • Martin Schnur • Hannes Schwarz • Emil Siemeister • Norbert Trummer • Walter Vopava • Markus Wilfling • Erwin Wurm • Otto Zitko •

 

Museum Gegenwartskunst  .  Sammlung Gegenwartskunst

Die benediktinische Gemeinschaft des Stiftes Admont hat sich während ihres mehr als 900jährigen Bestehens immer wieder maßgeblich der aktuellen Kunst und Kultur ihrer Zeit geöffnet und diese nach ihren Möglichkeiten gefördert.

HP Robert Zahornicky . Jury Albert . Herbert Brandl
Ausstellung FEUER & FLAMME 2015 . Robert Zahornicky .
Jury Albert . Herbert Brandl

Im Stift Admont leben Gegenwartsmönche und sind Gegenwartsmenschen beschäftigt. Sie sind um die Wahrung der Traditionen und des historischen Erbes (Restaurierung, Konservierung vorhandener Substanzen, z. B. Kunstwerke, Klosteranlage, Stiftsbibliothek) für nachfolgende Generationen bemüht. Ebenso setzen sie sich folgerichtig mit den Ideen, den Werken kreativer Menschen unserer Zeit auseinander. Auf diese Weise wird an diesem Ort mit Vergangenheit aus dem Heute heraus das Alte bewahrt und Neues für die Zukunft geschaffen.  Tradition und Innovation halten hier einen folgerichtigen Dialog. Hier wird Vielfalt gelebt und gestaltet!

Gegenwartskunst-Sammlung seit 1997
Stift Admont heute . Erwin Wurm . Made for Admont 2002
Erwin Wurm, P. Liborius, MADE FOR ADMONT 2002

Seit 1997 baut das Stift Admont kontinuierlich eine Gegenwartskunst-Sammlung auf. Diese Sammlung beinhaltet derzeit über 1500 Einzelwerke von über 160 vorwiegend ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Österreich geborenen oder dort tätigen Künstlerinnen und Künstlern. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen: aus Atelier- bzw. Galerieankäufen, sowie aus MADE FOR ADMONT-Auftragskunst. Eine Reihe von Künstlerinnen und Künstlern hat in den letzten Jahren auf Einladung des Stiftes hin bedeutende Werke und Werkgruppen geschaffen.

HP Admont . Austellung Jenseits des Sehens mit Personen.jpg
Spezialsammlung “JENSEITS DES SEHENS”

Eine weltweite Besonderheit ist die Spezial-Sammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“. Bei diesen seit 2002 speziell für die Admonter Sammlung entstehenden Kunstwerken steht die Wahrnehmung über die Augen nicht im Vordergrund. Mit höchstem Qualitätsanspruch sind sie für sehbeeinträchtigte, blinde und sehende Menschen konzipiert und initiieren einen Dialog.

Die Sammlung beinhaltet ebenso größere Werkgruppen ausgewählter KünstlerInnen wie etwa die 2002 an das Stift ergangene „Stiftung Hannes Schwarz“. Eine starke Gruppe konstituiert sich auch aus Werken von Vertretern der „Neuen Malerei“ der 1980er Jahre, die sich in unterschiedlichste Richtungen weiter entwickelt haben.

Admont Christian Hutzinger . Georgia Creimer . Ausstellung ES LEBE DIE VIELFALT 2013
Ausstellung ES LEBE DIE VIELFALT 2013
(v. li. n. re.: Christian Hutzinger, Michael Kienzer,
Georgia Creimer)

Durch permanente Ankäufe, Dauerleihgaben und Schenkungen befindet sich die Sammlung in einem spannenden, dynamischen Aufbauprozess. Neben Kunstwerken von arrivierten KünstlerInnen, die sich nicht nur in Österreich, sondern auch international einen Namen gemacht haben, werden auch immer wieder solche von jungen bzw. weniger bekannten, aber überzeugend arbeitenden KünstlerInnen angekauft. Wo immer möglich, ist das Stift um die Unterstützung der weiteren Entwicklungsmöglichkeiten junger, noch nicht arrivierter KünstlerInnen bemüht.

Raum für Künstlerische Intervention im Kunsthistorischen Museum
Zum Raum für Künstlerische Intervention – 2017 gestaltet von Carola Willbrand – HimmelsHöllenKleid
Outsider Art
Ausstellung Sammlung Prinzhorn Heidelberg 2009 (51) LW
Ausstellung Sammlung Prinzhorn – Heidelberg, 2009

Gleichberechtigt wird qualitätsvolle „Outsider Art“ – spezifische Werke von kreativen behinderten Menschen – von Anbeginn ausgestellt und gesammelt. Ausstellungshighlights im Rahmen der ADMONT GUESTS-Schiene bringen die Admonter Sammlung in einen Dialog mit anderen Sammlungen.

Mönche und MitarbeiterInnen des Stiftes können sich jederzeit Kunstwerke aus dem Depot entlehnen und machen auch rege davon Gebrauch. Gegenwartskunst ist hier in den letzten Jahren etwas ganz Natürliches, Lebendiges, Allgegenwärtiges geworden.

Das Museum für Gegenwartskunst, aber auch das Stiftsgelände, bilden die Plattformen für die Präsentation diverser Positionen aktueller Kunst in immer neuen Zusammenstellungen und neuen Beziehungsfeldern.

All die Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich!

 

 

Sehen Sie hier einen Ausstellungs-Rückblick seit 2002.

Zu Made for Admont bzw. Spezialsammlungen im Stift Admont!