Schlagwortarchiv: Kloster

Mönche

  • Abt Gerhard Hafner O.S.B., Mag. theol.
    68. Abt von Admont (seit 2017), Pfarrer und Moderator in Admont, Kirchenrektor der Abteikirche
  • Abt Bruno HublAlt-Abt Bruno Hubl O.S.B.
    emeritierter Abt des Stiftes Admont (1996 – 2017), Seelsorger in St. Gallen, Altenmarkt/Enns und Unterlaussa
  • CF002237_pp_pp_neuPater Maximilian Schiefermüller O.S.B., Mag. theol., Mag. phil.,
    Prior, Hofmeister, Pressesprecher, Stiftsarchivar und -bibliothekar, Kustos der Paramente und der Kunstkammer, Kapitelsekretär, Pfarrprovisor in Hall und Frauenberg, Wallfahrtsseelsorger und Superior in Frauenberg, Seelsorger in Ardning
  • P. ThomasPater Thomas Stellwag O.S.B., MMag. theol.
    Subprior, Novizenmeister und Klerikermagister, 1. Cantor, Direktor sowie Lehrer für Italienisch und Religion am Stiftsgymnasium, Pfarrer in St. Gallen, Altenmarkt und Unterlaussa, Dechant des Dekanates Admont
  • Subprior P. WinfriedAbt Winfried Schwab O.S.B., Dipl. theol.
    Abt der Abtei Neuburg bei Heidelberg (Deutschland)
  • P. KolomanPater Koloman Viertler O.S.B.
    Oblatenrektor, Pfarrer i. R.
  • P. GebhardPater Gebhard Grünfelder O.S.B., Mag. theol.
    Gymnasialdirektor i. R., Pfarrprov. i. R.
  • P. BernhardPater Bernhard Menzel O.S.B.
    Pfarrer in Wildalpen
  • P. PlacidusPater Placidus Suppan O.S.B., Dr. theol.
    Pfarrer i. R.
  • P. JosefPater Josef Wagner O.S.B.
    Pfarrer i. R.
  • P. AndreasPater Andreas Scheuchenpflug O.S.B.
    Pfarrer i. R., Aushilfspriester
  • P. BertholdPater Berthold Rosenegger O.S.B.
    Pfarrer i. R.
  • P. GabrielPater Gabriel Reiterer O.S.B., Mag. theol.
    Seelsorger des Pflegeheimes St. Benedikt in Frauenberg, Küchenmeister, Vestiar, Aushilfspriester
  • P. SiegmundPater Siegmund Peschl O.S.B., Mag. theol.
    Pfarrer i. R., Aushilfspriester
  • P. EngelbertPater Engelbert Hofer O.S.B., Mag. theol.
    Pfarrer in Landl, Gams und Palfau
  • P. EgonPater Egon Homann O.S.B., Mag. theol.
    Pfarrer in Admont, Leiter des Hauses der Begegnung in Graz, Seelsorger im Studentenwohnheim Münzgrabenstraße in Graz, Prior der Komturei Graz der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Regionalkoordinator im Ennstal und Ausseerland
  • P. JohannesPater Johannes Aichinger O.S.B., Mag. theol., Mag. et Dr. iur.
    Lehrer für Religion am Stiftsgymnasium, Chronist, Pfarrer in Johnsbach und Weng
  • Pater Michael Robitschko O.S.B., Mag. theol.
    Kulturbeauftragter, Pfarrer in Trieben, St. Lorenzen und Hohentauern,
    Verbandseelsorger des Österreichischen Cartellverbandes
  • P. WolfgangPater Wolfgang Fischer-Felgitsch O.S.B., Mag. theol.
    Mitarbeiter in der Präfektur des Päpstlichen Hauses in Rom, Ehrenkaplan in S. Maria dell’Anima
  • P. ClemensPater Clemens Grill O.S.B., Mag. theol.
    Pfarrer in Mautern, Kalwang, Kammern, Traboch und Wald am Schoberpass, Dechant des Dekanates Leoben
  • P. UlrichPater Ulrich Diel O.S.B., Mag. theol.
    Gastmeister, 2. Cantor, Konventdelegierter zum Generalkapitel, Seelsorger in Frauenberg–Ardning und Hall
  • P. AugustinusPater Augustinus Gejdos O.S.B., Mag. et Dr. theol.,
    Seelsorger in Trieben,  St. Lorenzen und Hohentauern
  • P. JeremiasPater Jeremias Müller O.S.B., Dipl. theol.
    Seelsorger in Graz-Süd, Graz-Liebenau und Graz-Thondorf, Gestaltpsychotherapeut und Bibliodramaleiter
  • fr_vinzenzFrater Vinzenz Schager O.S.B.
    Triennalprofesse, Zeremoniar, Student d. kath. Fachtheologie in Salzburg
  • Frater Alexander Weiss Nov. O.S.B.
    Novize
  • Frater Rupert Schwarz Nov. O.S.B.
    Novize

 

Gebetszeiten

Viermal am Tag treffen sich die Admonter Mönche zum gemeinsamen Stundengebet und um die Heilige Messe zu feiern. Sie tun das stellvertretend für alle Christen der Welt in den Anliegen unserer Zeit.

06.15 Uhr Morgenhore (Vigil und Laudes, in der Chorkapelle / Klausur)
07.00 Uhr Konventmesse in der Benediktuskapelle (werktags)
12.15 Uhr Mittagshore (Terz, Sext, Non, in der Klausur)
17.45 Uhr Abendhore (Vesper, Komplet, in der Klausur)

An Sonn- und Feiertagen um 17.30 Uhr lateinische Choralvesper in der Kirche.

Aufgaben heute

Ora et labora et lege – bete und arbeite und lies.

Mit diesen Worten lässt sich die Ordensregel des hl. Benedikt von Nursia zusammenfassen. Der Mönchsvater schrieb sie um 529 in Montecassino in Italien für seine Gemeinschaft.

Ora – Bete

Die erste und wichtigste Aufgabe der Mönche ist das Gebet. Der hl. Benedikt schreibt in seiner Regel:

Hört man das Zeichen zum Gottesdienst, lege man sofort alles aus der Hand und komme in größter Eile herbei. (Benediktsregel Kapitel 43,1)

Viermal am Tag treffen sich die Admonter Mönche zum gemeinsamen Stundengebet und um die Heilige Messe zu feiern. Sie tun das stellvertretend für alle Christen der Welt in den Anliegen unserer Zeit. Während der Woche findet das Chorgebet auf deutsch statt. An hohen Feiertagen und Sonntagen beten die Mönche die feierliche Form in lateinischer Sprache.

Sehen Sie hier ein Video über die Gebete im Stift Admont:


Labora – arbeite

In den Zeiten zwischen den Gebeten verrichten die Mönche unterschiedliche Dienste.

Müßiggang ist der Seele Feind. Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Zeiten mit Handarbeit (…) beschäftigt sein. ( Benediktsregel Kapitel 48,1)

Pfarre

Eine wichtige Aufgabe ist die Betreuung der 26 Pfarren durch die Mönche. Sehen Sie hier ein Video über P. Clemens Grill – ein Priester im Pfarrverband Liesingtal:

Aufgaben innerhalb der Klostermauern

Die eine Größe von 12,65 Hektar umfassende Klosteranlage bietet eine Vielzahl an Aufgaben, die die Mönche gemeinsam mit 500 Beschäftigten erledigen.

Über dem Ganzen steht der Abt, der als geistlicher Vater und wirtschaftliches Oberhaupt in allen Bereichen Verantwortung trägt. Der Prior vertritt in Abwesenheit den Abt und ist für organisatorische Abläufe innerhalb des Klosters verantwortlich.

Das Stift Admont ist als kulturelles Zentrum weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt. Auch im Kulturbereich arbeiten Mitbrüder, beispielsweise am Aufbau der Sammlung Gegenwartskunst.

Archiv Praktikanten1Neben der aktuellen Kunstschiene beherbergt das Stift die weltgrößte Klosterbibliothek  mit rund 70.000 Bänden. Insgesamt umfasst der Bücherschatz rund 200.000 Werke. Dazu zählen auch die 1400 Handschriften und Frühdrucke, die im Archiv des Klosters  in klimatisierten Magazinen aufbewahrt werden.

Gastfreundschaft ist auch in der Regel des hl. Benedikt ein wichtiges Thema. Der Gastmeister ist für die Aufnahme der Gäste und für ihr Wohl verantwortlich.

Weitere Dienste, die die Mönche verrichten, sind die Ämter des Küchenmeisters, des Novizenmeisters, des Magisters der Juniores, des Oblatenrektors, des Vestiars, der Kantoren und des Zeremoniärs. Jeder wird nach seinen Fähigkeiten und Talenten eingesetzt, um der Gemeinschaft und den Menschen zu dienen.

Hier sehen Sie ein Video über die unterschiedlichen Aufgaben der Mitbrüder innerhalb der Klostermauern:

Aufgaben außerhalb der Klostermauern

Auch außerhalb der Klostermauern sind Mitbrüder in den verschiedensten seelsorgerischen Bereichen tätig. Das Kloster führt ein Haus der Begegnung sowie ein Studentenheim in Graz, um Kontakt mit Studenten und Absolventen des Stiftsgymnasiums zu halten. Auch die Studentenverbindungen werden umfassend durch Admonter Mönche betreut.

Das Stift gilt als regionaler Motor – nicht nur in wirtschaftlichen Angelegenheiten. Das Engagement reicht in alle Lebensbereiche der Menschen vor Ort. Für den letzten Lebensabschnitt bietet das Kloster das Pflegeheim St. Benedikt am Frauenberg. Auch dort engagieren sich Mitbrüder in der seelsorgerischen Begleitung der Menschen.

Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation hat sich das Kloster entschlossen, mehrere Asylheime zu errichten, in denen sich auch Mitbrüder engagieren. Das Erlernen der deutschen Sprache und das gemeinsame Verbringen der Freizeit stehen auf der Tagesordnung.

Stiftsgymnasium

Das Stift führt ein Gymnasium mit rund 600 Schülern, in denen einige Mitbrüder als Lehrer in verschiedenen Fächern und in der Schulorganisation tätig sind.


Lege – Lies

Frater Vinzenz_lege

Deshalb sollen die Brüder zu bestimmten Stunden mit heiliger Lesung beschäftigt sein. (vgl. Benediktsregel Kapitel 48,1)

Über den vielfältigen Aufgabengebieten steht immer der Grundsatz des hl. Benedikt:

„Ut in omnibus glorificetur Deus! – Damit in allem Gott verherrlicht werde!“ (Benediktsregel Kapitel 57,9)

Kloster

Benediktinerstift Admont

Ora et labora et lege – bete und arbeite und lese.

Mit diesen Worten lässt sich die Ordensregel des hl. Benedikt von Nursia zusammenfassen. Der Mönchsvater schrieb sie um 529 in Montecassino in Italien für seine Gemeinschaft.

Seit der Gründung ihrer Abtei leben und wirken die Admonter Benediktiner nunmehr seit über 900 Jahren nach dieser Ordnung. Die 26 Mönche stehen unter der Leitung des frei gewählten Vorstehers, derzeit Abt Gerhard Hafner. Mehrmals am Tag treffen sie sich, um das gemeinsame Chorgebet und die hl. Messe zu feiern. Stellvertretend für alle Christen tun sie dies in besonderer Weise in den Anliegen und Nöten der Zeit. Neben den Gottesdiensten ist der Dienst am Mitmenschen eine besondere Verpflichtung der Ordensleute.

TRP1 Fernsehen

Ut in omnibus glorificetur Deus! – Damit in allem Gott verherrlicht werde!

LuftaufnahmeDas Stift Admont betreut derzeit 26 Pfarreien und das Stiftsgymnasium, ist in der Studentenseelsorge in Graz tätig und betreibt ein Seniorenheim in Frauenberg. In den stiftischen Wirtschaftsbetrieben sind etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt. Das stete Engagement des Stiftes für Wissenschaft und Kunst spiegelt sich im Museum wider.

Über den vielfältigen Aufgabengebieten steht immer der Grundsatz des hl. Benedikt: „Ut in omnibus glorificetur Deus! – Damit in allem Gott verherrlicht werde!“

Stiftsgeschichte

HP Gebarhdsstab
Romanischer Gebhardsstab

Die Gründung des Benediktinerstiftes Admont geht auf eine Stiftung der hl. Hemma von Gurk zurück. Sie erfolgte im Jahre 1074 durch Erzbischof Gebhard von Salzburg. Die ersten Mönche kamen aus der Benediktinerabtei St. Peter in Salzburg. Heute ist das Stift das älteste bestehende Kloster der Steiermark, in dem Vielfalt merkbar wirkt und gestaltet wird. Nach den Wirren des Investiturstreites gewann Admont rasch an Bedeutung. Es wurde ein monastisches Zentrum für den gesamten süddeutsch-österreichischen Raum. Im Zuge der Hirsauer Reform wurden von Admont 25 Abteien reformiert. Admont wurde dank seiner im 12. Jahrhundert gegründeten Schreibschule ein spirituelles und kulturelles Zentrum. 1120 schloss man dem Stift ein bis zur Reformationszeit bestehendes Frauenkloster nach der Benediktus-Regel an. Dessen Nonnen erwarben sich durch ihre hohe Bildung und literarische Tätigkeit einen bedeutenden Ruf.

1 Ohne Namen
Abt Engelbert von Admont

Abt Engelbert von Admont (reg. 1297-1327) war einer der vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit. Er hinterließ mehr als 40 größere und kleinere wissenschaftliche Abhandlungen. Türkenkriege und Reformation lösten eine Epoche des Niederganges aus. Die Gegenreformation brachte der Abtei neuen Aufschwung. 1644 wurde das Gymnasium gegründet. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden mit den Arbeiten des Kunststickers Frater Benno Haan (1631-1720) und des Stiftsbildhauers Josef Stammel (1695-1765) großartige Kunstwerke.

Im Zuge der regen Bautätigkeit in der Barockzeit begann der Architekt Johann Gotthard Hayberger um 1735 mit einem großzügigen Umbau der Klosteranlage. Der Grazer Baumeister Josef Hueber führte ihn weiter. Er errichtete auch den künstlerisch von Josef Stammel und Bartolomeo Altomonte ausgestatteten weltberühmten Bibliothekssaal.

Stiftsansicht, Anton Schiffer, 1839
Stiftsansicht, Anton Schiffer, 1839

Ein großer Brand zerstörte 1865 das gesamte Kloster mit Ausnahme der Bibliothek. In den Folgejahren wurden die Stiftsgebäude zum Großteil wieder aufgebaut. Die Admonter Stiftskirche wurde auf den alten Fundamenten wieder neu errichtet. Sie ist der erste große neugotische Sakralbau Österreichs.
Während der Wirtschaftskrise in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts konnte sich das Kloster sein Überleben nur durch den Verkauf wertvoller Kunstschätze sichern. Nach der Enteignung durch das nationalsozialistische Regime im Jahr 1939 kehrten die Mönche 1945 wieder ins Kloster zurück.

Luftaufnahme
Luftaufnahme Stift Admont

Heute ist das Stift Admont ein geistliches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum von überregionaler Bedeutung. Der Abtei sind 26 Pfarren inkorporiert. Das Stift ist für die Bestellung des Pfarrers und die Erhaltung der Pfarrkirche und des Pfarrhofes zuständig. Außerdem führt das Kloster ein Pflegeheim in Frauenberg an der Enns und ein Gymnasium mit derzeit etwa 600 Schülerinnen und Schülern. In den stiftischen Wirtschaftsbetrieben sind rund 500 weltliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Die kulturelle Hauptattraktion des Klosters: die barocke Bibliothek und das 2003 eröffnete Großmuseum. Seit 17. März 2017 steht Abt Gerhard Hafner der Admonter Klostergemeinschaft von derzeit 26 Mitbrüdern vor. Sein Vorgänger Abt Bruno Hubl (1996-2017) plädierte auf seinen Wahlspruch: „Ex caritate confidens de adiutorio Dei“ – Aus Liebe und vertrauend auf Gottes Hilfe.

Sehen Sie die Stiftsgeschichte auch in unserer Zeitachse!