Sammlungsstrategie

Das Benediktinerstift Admont blickt auf eine lange Sammlungstradition im Bereich der Naturkunde und Kunstgeschichte zurück. Mit der Eröffnung des neuen Museums im Jahre 2003 hat es seine Aktivitäten im Hinblick auf die zukünftige Mitgestaltung und Reflektion zeitgenössischer Kunst ausgeweitet. Der kuratorische Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der österreichischen Gegenwartskunst, ihrer Erweiterung in Richtung internationale Kunst und in der gezielten Förderung künstlerischer Produktion.

Aufbau der Sammlung Gegenwartskunst
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Michael Braunsteiner (Künstlerischer Leiter) und
Daniel Spoerri im Depot mit Werken von Erwin Wurm

Seit 1997 wird im Stift Admont kontinuierlich eine die historischen Bestände folgerichtig und unserer Zeit gemäß ergänzende Gegenwartskunst-Sammlung aufgebaut. Sie beinhaltet derzeit über 1500 Werke von etwa 180 vorwiegend ab Mitte des 20. Jahrhunderts in Österreich geborenen oder dort tätigen Künstlerinnen und Künstlern.
Neben konventionellen Ankäufen macht die Auftragskunst einen wesentlichen Teil der Sammlung aus. Im Zuge des „MADE FOR ADMONT“-Programmes werden kontinuierlich Künstler und Künstlerinnen in das Stift eingeladen. Diese authentischen Kunstwerke verleihen der Sammlung des Stiftes Admont ihren ganz spezifischen Charakter.

Sammlung Jenseits des Sehens
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Spezialsammlung „Jenseits des Sehens – Kunst verbindet Blinde und Sehende“

Eine Besonderheit bildet die Spezialsammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“. Allen diesen Kunstwerken ist gemeinsam, dass ihre Wahrnehmung über die Augen nicht im Vordergrund steht. Diese speziell für die Admonter Sammlung entwickelten Kunstwerke sind gleichermaßen für Menschen mit Blindheit, Sehbeeinträchtigung und für Sehende konzipiert. Das Spektrum der bisher geschaffenen Werke reicht von einfachen skulpturalen über hochkomplexe multimediale Werke bis zu kombinatorischen Foto/Braille-Arbeiten, die sich nur über einen Dialog zwischen blinden und sehenden Menschen erschließen.

Sammlung gotischer und barocker Madonnen
Eine jüngere Erwerbung: Maria mit Kind von Jakob Kaschauer (Umkreis)
Eine jüngere Erwerbung: Maria mit Kind
von Jakob Kaschauer (Umkreis)

Der Erwerb von historischen Kunstwerken wird erwogen, wenn diese in einen authentischen Zusammenhang mit dem Stift Admont stehen.  Seit 2010 befindet sich  eine Sammlung gotischer und barocker Madonnen im Aufbau. 2017 wird in einem eigenen Raum die „Sammlung Mayer“ dauerhaft präsentiert. Sie besteht aus über 70 Werken mittelalterlicher Kunst.

Immer wieder sind einzelne Kunstwerke oder Teile der Sammlungen in nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten.