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Als frühester Vorläufer der Bauabteilung kann der mittelalterliche „Werkhof“ gelten, der mit einem bestimmten Budget aus den Einkünften des Klosters ausgestattet war, unter der Leitung eines Werkmeisters“ (lateinisch „magister operis“) stand und sich bereits für die Zeit um 1200 nachweisen lässt. Eine solche Einrichtung hat es allerdings im Laufe der Stiftsgeschichte nicht durchwegs gegeben, denn in späteren Jahrhunderten hört man meist nur von einzelnen Bauhandwerkern („Hofmaurer“, „Hoftischler“), von denen die laufenden Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden durchgeführt wurden.
Ab dem 15. Jahrhundert ließen sich in Admont und seiner Umgebung mehrere im Bauwesen tätige Gewerbetreibende (vor allem Steinmetze und Maurer) nieder, die sich zur „Admonter Bauhütte“ zusammenschlossen und regelmäßig auch Aufträge aus dem Stift erhielten. Erst um 1780, als infolge der Reformen unter Kaiser Josef II. neue Kirchen, Pfarrhöfe und Schulen gebaut werden mussten, wurde für eine Zeitlang ein eigener Stiftsbaumeister angestellt. Später fiel die Verantwortung für die Bautätigkeit wieder in den Aufgabenbereich des für die Landwirtschaft zuständigen „Schaffers“, der somit auch als „Gebäudeinspektor“ fungiert hat. Im Rahmen des „Schafferamtes“ ist dann auch nach dem zweiten Weltkrieg jener zehnköpfige Bautrupp aufgestellt worden, aus dem sich ab 1964 mit der Anstellung des Baumeisters Franz Rohrauer die Bauabteilung als eigener Betrieb entwickelte.
Im Jahr 1992 hat Baumeister Dipl.-Ing. Lambert Gahbauer die Leitung der Bauabteilung übernommen. Es handelt sich bei der stiftischen Bauabteilung um einen nicht auf Gewinn ausgerichteten Betrieb, der in erster Linie für die Erhaltung und Restaurierung des Stiftes und der 27 inkorporierten Pfarreien zuständig ist. Die Leitung des Betriebes obliegt aufgrund des Arbeitsumfanges und der Komplexität einem konzessionierten Baumeister und ist bei der Bauinnung als Baufirma eingetragen. Der Betrieb ist direkt im Stift angesiedelt, die Mitarbeiter sind fix angestellte, vorwiegend speziell geschulte Maurer, Zimmerer und Kunsttischler, die auch heute noch in traditioneller Handwerkstechnik Teile neu errichten oder ergänzen.
Seit 1995 wird wieder herkömmlich gebrannter Kalk in großen Mengen gelöscht und dieser durch Restauratoren, Maurer und Maler weiterverarbeitet. Es wird dabei immer auf ein Maximum an Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit geachtet. In den letzten 10 Jahren wurde in Zusammenarbeit mit Architekten die Bausubstanz grundlegend umgestaltet (Museum, Archive, Konvent, Stiftskeller, Gymnasium, Frauenberg), wobei speziell im Stift Admont eine klare und einheitliche Linie erkennbar ist.
Die Gegenüberstellung von Alt und Neu, von Geschichte und Gegenwart. Eine intensive und gute Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt ist dafür eine Grundvoraussetzung. Aufgabe der heutigen Bauabteilung ist es, alle Umbau- und Instandhaltungsarbeiten sowie Restaurierungen und Neubauten von der Projektentwicklung bis zur Fertigstellung abzuwickeln und zu koordinieren. Ein Teil der Arbeiten wird mit den eigenen Beschäftigten bewerkstelligt. Darüber hinausgehend werden die Gewerke ausgeschrieben und vergeben, was letztendlich der heimischen Wirtschaft zugute kommt.
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