Sonderausstellung 2012
Das Benediktinerstift Admont präsentiert im Jahr 2012 folgende zwei Sonderausstellungen:JENSEITS DES SEHENS
Kunst verbindet Blinde und Sehende
Stift Admont – Bibliothek & Museum
25. März bis 8. Juli 2012
Kurator: Michael Braunsteiner
ZWISCHEN ERINNERN UND VERGESSEN
Endlichkeit & Ewigkeit
Stift Admont – Bibliothek & Museum
14. Juli bis 4. November 2012
Kurator: Michael Braunsteiner
Besucherservice:
Es findet täglich (bis 4. November 2012) um 14.00 Uhr eine Spezialführung durch die Sonderausstellung (ab 8 Personen, Dauer: rd. 1 1/2 Std.) statt. Aufpreis: € 3,50, Treffpunkt: Museumskasse
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Museumsfalter 2012
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Presserundgänge jederzeit gegen Voranmeldung möglich!
Wir danken unseren Partnern:
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JENSEITS DES SEHENS
Kunst verbindet Blinde und Sehende
Stift Admont – Bibliothek & Museum
25. März bis 8. Juli 2012
Kurator: Michael Braunsteiner
Im Jahre 2002, vor zehn Jahren, wurde im Stift Admont der Grundstein für eine weltweit einzigartige Sammlung gelegt. Dabei handelt es sich um spezifisch für blinde Menschen konzipierte und von Sehenden andersARTig wahrnehmbare Kunstwerke. Im Museum des Stiftes Admont wird 2012 erstmals die Werkschau dieser außergewöhnlichen Sammlung von Kunstwerken JENSEITS DES SEHENS gezeigt. Freudig blicken wir auf eine 10-jährige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen KünstlerInnen zurück – und weiten den Blick in die Zukunft.
Allen diesen sogenannten BEYOND SEEING -Kunstwerken gemeinsam ist, dass ihre Wahrnehmung über die Augen nicht im Vordergrund steht. Sie alle können von blinden Menschen und von Sehenden mit verbundenen Augen unterschiedlich erlebt werden. Natürlich haben sie auch immer eine Form – sind sie mehr oder weniger künstlerisch gestaltet, ihrem Zweck entsprechend designt. Somit sind diese Objekte, Bilder, Installationen oder multimedialen Werke auch sichtbar und haben ihre eigene, oft verblüffende Ästhetik.
Für gewöhnlich gilt bei Kunstwerken strikt: Nicht berühren! Bei diesen Kunstwerken ist das anders. Sie können – meist interaktiv – mit mehreren Sinnen erlebt werden. Sie lassen sich ertasten, hören, riechen, womöglich sogar schmecken. Für blinde Menschen ergeben sich barrierefreie Zugänge zur Gegenwartskunst.
Sehende wiederum erleben Kunst einmal ganz anders, ganz neu. Über diese Kunstwerke können spielerische Zugänge zu den wesentlichen Fragen des Lebens gefundenen werden. Sehende können sich ein „Bild“ davon machen, wie die Welt der blinden Menschen „aussieht“. Auf besonderen Wunsch besteht bei einigen dieser Kunstwerke sogar die Möglichkeit, dass blinde Menschen ihre Wahrnehmungsweisen an Sehende vermitteln.
In jedem Fall ergeben sich neue, auch betreffend Berührungsängsten und Vorurteilen, barrierefreie Zugänge zur Gegenwartskunst. Kunst wird nicht nur mit den Händen, sondern auch mit dem Kopf begreifbar. Lässt man sich auf diese Kunst ein, öffnet sie die Augen der Sehenden für Bereiche, denen gegenüber man für gewöhnlich blind ist. Die BEYOND SEEING-Kunstwerke können verführen und berühren. Lassen Sie sich einfach einmal darauf ein! Sie werden in kurzer Zeit mehr begriffen haben, als Sie sich erträumt hätten - - - wenn Sie diese Ausstellung mit allen Sinnen erlebt haben. Lassen Sie sich überraschen!
Wie kam es zu dieser Sammlung und wie sieht sie aus? Das Benediktinerstift Admont kann auf eine gewichtige Sammlungstradition im Bereich seiner Bibliothek, der Naturkunde und der Kunstgeschichte zurückblicken. Im Zuge der Planung des 2003 eröffneten neuen Museums hat es seine Aktivitäten gezielt im Hinblick auf zukünftige Mitgestaltung und Reflexion zeitgenössischer Kunst ausgeweitet. Es hat mit dem Sammeln österreichischer Gegenwartskunst begonnen. Der kuratorische Schwerpunkt fokussiert zunehmend in der künstlerischen Produktion der hauseigenen Reihe MADE FOR ADMONT.
Eine Besonderheit der kontinuierlich weiterentwickelten Produktionsreihe sind die grundsätzlich für sehbehinderte und blinde Menschen konzipierten, multizugänglichen BEYOND SEEING -Kunstwerke. Die drei ersten für Sehende mehrsinnlich wahrnehmbaren multimedialen Skulpturen wurden im Jahre 2002 in Auftrag gegeben. Sie vereinen Kunst und Information. Gleichermaßen für Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit wie für Sehende erdacht, schaffen sie außerhalb der visuellen Erfahrungswelt liegende sinnliche Begreifbarkeits-Ebenen. Zwischen blinden und sehenden Menschen findet ein spannender und beiderseits grenzerweiternder Prozess des ART SHARING’s statt.
Für diesen spezifischen Sammlungsteil entstehen im Rahmen des MADE FOR ADMONT-Programmes jährlich neue Werke, zuletzt etwa von Thomas Baumann, Johannes Deutsch, Heribert Friedl, Stefan Gyurko, Maria Hahnenkamp, Anna Jermolaewa, Karl Leitgeb, Michael Maier, Werner Reiterer, Constanze Ruhm, Emil Siemeister, Gustav Troger, Hans Winkler u. a.
Etwas ganz Besonderes bietet seit 2007 für einige Jahre der Medienkünstler Johannes Deutsch im Stiftsareal an: nämlich ein aus lebendem Material bestehendes Museums-Garten-Objekt, das sich als Tast-, Riech- und Hörinvasion versteht. Dabei handelt es sich nicht um einen Garten für blinde Menschen, sondern vielmehr um einen, in welchem Menschen mit Blindheit mehr „sehen“ als „Sehende“. Indem Sehenden die Augen verbunden und diese – im Idealfall sogar von sehbehinderten oder blinden Menschen – durch den besonderen Garten geführt werden, kann es zu einem außergewöhnlich bereichernden Erfahrungsaustausch zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungs-Welten kommen.
Was sehen Sie in den unterschiedlichen Museumsbereichen konkret?
Naturhistorisches Museum
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Kunsthistorisches Museum
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Handschriften-Raum
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Säulenhalle
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Bibliothek
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Erdgeschoß Osttrakt
25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
Museum für Gegenwartskunst
25. März bis 8. Juli 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
JENSEITS DES SEHENS
Kunst verbindet Blinde und Sehende
14. Juli bis 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr
ZWISCHEN ERINNERN UND VERGESSEN
Endlichkeit & Ewigkeit
Außenanlagen
"Der Unsichtbare Garten" von Johannes
Deutsch. Führung gegen Voranmeldung (sehen Sie hier einen Video-Podcast) --> Nähere Informationen!
Bibliothek & Museum des Stiftes Admont - immer einen Ausflug wert! Öffnungszeiten: 25. März - 4. November 2012, tägl. 10 - 17 Uhr. Tel.: +43 (0) 3613/23 12-601
Fordern Sie Ihr Prospekt per Mail an!
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Museumsfalter 2012
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Naturhistorischen Museum
Kunsthistorischen Museum
Museum für Gegenwartskunst