Geschichte

Im Jahr 1959 richtete Pater Adalbert Krause im 2. Stock des Südtraktes eine permanente Schausammlung kunsthistorischer Exponate ein.

Dieser auf drei Räume beschränkte „Vorgänger“ des heutigen Kunsthistorischen Museums konnte im Jahr 1980 erweitert werden, und bildete mit dem seit dem Jahr 1906 bestehenden Naturhistorischen Museum eine „museale Zone“ im Stift Admont.

Im Jahr 1998 hat das „Kapitel“ des Benediktinerstiftes Admont – das ist das beschlussfähige Gremium aller Mönche mit ewiger Profess (Gelübde) unter Vorsitz des Abtes – den Entschluss für den Um- und Neubau des Museums getroffen.

Vom Herbst des Jahres 1998 bis Frühjahr 2003 wurde ein neues Archiv für die wertvollen Handschriften und Frühdrucke errichtet sowie der Südtrakt auf drei Geschossen und Teile des Westtraktes zur Unterbringung der gesamten Museumslandschaft um- bzw. völlig neu gebaut.

Nahezu alle Arbeiten für den Um- und Neubau des Museums fanden „unsichtbar“ statt, das heißt für den außen stehenden Betrachter hinter den Stiftsmauern verborgen und nur in den Innenräumen ablaufend.

Dieses Faktum war für den weiterhin florierenden Betrieb von nicht wenig Bedeutung: denn die Besucher der Stiftsbibliothek – in den Jahren der Umbauarbeiten immerhin rund 50.000 pro Saison (!) – konnten praktisch ungestört und „baustellenfrei“ die Außenanlagen und die Stiftsbibliothek genießen.

Die feierliche Eröffnung des Museums Stift Admont fand am 29. Mai 2003 statt; seither verzeichnet das Museum rund 70.000 Besucher pro Saison.

Das Kunsthistorische Museum befindet sich heute im ersten Obergeschoss, der ehemaligen Prälatur des Abtes. In chronologischer Systematik durchschreitet hier der Besucher die Bereiche, welche bedeutende Kunstwerke vom Mittelalter über die Renaissance bis zum Barock beherbergen.

Bevor man das Kunsthistorische Museum im Rundgang verlässt, betritt man zuletzt den „Raum für künstlerische Intervention“, in dem sich eine jährlich wechselnde Ausstellung eines aktuellen Künstlers oder Künstlerin befindet. Mit zum Teil historischen Objekten wird eine moderne Installation in den Raum gebaut, womit eine Verbindung aus Tradition und Innovation entsteht.



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Paramente
Paramentensammlung im Stift Admont
Kunsthistorisches Museum
Paramente: Frater Benno Haan, aus dem Weihnachtsornat