Allgemeines zum Naturhistorischen Museum

Das Naturhistorische Museum wurde nach dem verheerenden Stiftsbrand im Jahr 1865 vom Admonter Benediktiner Pater Gabriel Strobl in den Jahren 1866 bis 1910 neu errichtet.

In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit baute Pater Gabriel Strobl eine riesige Insektensammlung mit rund 252.000 Exemplaren auf, worunter die Fliegen-Kollektion mit etwa 80.000 Präparaten zu den drei wichtigsten in Europa zählt. Durch eigenes Sammeln, Tausch, Ankauf und in Form von Schenkungen erwarb Pater Gabriel Strobl in seiner 44jährigen Tätigkeit jene Sammlungs-Bestände, die heute im zum Teil neu konzipierten Naturhistorischen Museum zu bestaunen sind:

Betritt man das Naturhistorische Museum durch seinen Haupteingang, so befindet man sich im ersten Gangsaal in der Welt der Reptilien und Amphibien. Den Besucher „begrüßt“ ein über 2 m langer Mississippi-Alligator sowie eine reiche Zahl von Trocken- und Weingeist-Präparaten von Schlangen, Eidechsen, Schildkröten, usw.

Über eine Länge von ca. 14 m zieht sich ein „Vitrinen-Band“, auf dem mit Texten, Bildern und Exponaten die geschichtliche Entwicklung des Naturhistorischen Museums nachvollzogen wird.
Der erste Seitensaal ist dem Lebenswerk von Pater Gabriel Strobl gewidmet:

In einer großen Tischvitrine wird sein wissenschaftliches und künstlerisches Schaffen geschildert; an den Wänden ist eine Schausammlung von verschiedenen Insekten-Gruppen zu bewundern.

Der zweite Seitensaal präsentiert in einer eindrucksvollen Installation alle 243 Exponate an Wachsobst-Früchten von Pater Constantin Keller (1778–1864). Im zweiten Gangsaal befindet man sich in einer schönen Komposition zweier Elemente – der „Luft“ und der „Erde“: Europäische Schmetterlinge entlang der linken Wand und eine große Sammlung getrockneter und gepresster Sporenpflanzen in historischen Schränken entlang der rechten Seite spiegeln das harmonische Miteinander von Tier und Pflanze wider.

Den dritten Lebensbereich „Wasser“ repräsentieren in diesem Saal eine Kollektion von Konchylien (Weichtier-Schalen) und Fisch-Präparate.

Das sog. „Löwenzimmer“ wurde im historischen Ambiente belassen und trägt seinen Namen aufgrund eines großen ostafrikanischen Löwen-Präparates, das Pater Gabriel Strobl vom berühmten Afrika-Forscher Dr. Emil Holub erworben hat.
Ansonsten befinden sich in den historischen Schaukästen viele wertvolle Exponate vor allem exotischer Säugetiere und Vögel.

Den Schluss dieser „Natur-Wanderung“ bildet der sogenannte „Südost-Pavillon“ mit herrlicher Aussicht in das Nationalpark-Gebiet. Dieser ehemals einzige Raum des Naturhistorischen Museums bietet neben einer großen Sammlung von Gesteinen und Mineralien eine bunte Schau von europäischen und heimischen Säugetieren und Vögeln. Das Naturhistorische Museum im Stift Admont ist barrierefrei zugänglich.

Übrigens: Das Museum des Stiftes Admont hat den Österreichischen Museumspreis 2005 gewonnen.


 

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Stift Admont - Naturhistorisches Museum
Erster Gangsaal mit Reptilien
Naturhistorisches Museum
Insektensammlung von P. Gabriel Strobl