Allgemeines zum Kunsthistorischen Museum
Das „Kunsthistorische Museum“ birgt bedeutende Exponate von der Romanik bis zum Barock, Glasgemälde, Tafelbilder, Skulpturen, Gemälde und Zimelien (Objekte aus der kirchlichen Schatzkammer). Eindrucksvoll überwiegend in Großvitrinen präsentiert sich eine jährlich wechselnde Auswahl aus der Paramentensammlung (liturgische Textilien). Darunter befinden sich die Gebhardsmitra (Ende 14. Jhdt.) und die Ornate aus der Stickereiwerkstatt von Frater Benno Haan, aus der im 17. und 18. Jahrhundert Textilkunstwerke von Weltrang hervorgegangen sind. Das Kunsthistorische Museum im Stift Admont ist wie alle Museumsbereiche barrierefrei zugänglich.
Zu den wichtigsten Exponaten zählen auch: ein Tragaltar (1375), der Gebhardsstab (12./13. Jhdt.), ein Pedum mit Narwalzahn um 1680, Leinwandbilder von Martin Johann Schmidt, genannt Kremser-Schmidt (1718-1801), Martino (1657-1745) und Bartolomeo Altomonte (1694-1783).
Dem barocken Stiftsbildhauer Josef Stammel (1695-1765) ist ein eigener Raum gewidmet.
Zwei Leihgaben aus der Alten Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz sind ab 2005 auf zwei Jahre zu Gast in unserem Museum:
- Christus als Salvator Mundi, Maria krönend. Der unbekannte, im späten 15. Jahrhundert tätige Künstler hat einer Tiroler Werkstatt angehört, die in der Nachfolge Michael Pachers stand.
- Mantelspende des hl. Martin von Georg Remele (gestorben 1674) aus der Zeit um 1650/60. Dieses imposante, polychrom gefasste Schnitzwerk zeigt den Hl. Martin von Tour zu Pferde, dem Bettler den Mantel reichend.
Der letzte, hinter der Gemäldegalerie gelegene Raum wird jedes Jahr neu gestaltet. Er steht GegenwartskünstlerInnen für eine künstlerische Intervention zur Verfügung. Nur ein Portal trennt Barockkunst von der Kunst unserer Zeit. Beim Durchgang durchmisst man über 200 Jahre. Es wird bewusst, wie sehr sich das Stift Admont seit dem Barock nun wieder mit der Kunst der Gegenwart identifiziert und die Kultur unserer Zeit im neuen Museum fördert.
Übrigens: Das Museum des Stiftes Admont hat den Österreichischen Museumspreis 2005 gewonnen.









