Zwischen Erinnern und Vergessen

ZWISCHEN ERINNERN UND VERGESSEN
Endlichkeit & Ewigkeit

Stift Admont – Bibliothek & Museum
14. Juli bis 4. November 2012
Kurator: Michael Braunsteiner

Geburt, Leben und Tod, Erinnern, Verblassen und Vergessen: die Grenzen und die Zwischenräume. Davon handelt diese Ausstellung. Einige Bereiche des Museums werden, aus der vorhandenen Vielfalt schöpfend, mit Werken aus den Stiftssammlungen bespielt. In anderen wird das naturgemäß in ihnen präsente Thema zoomartig enthüllt. Gattungen kommunizieren miteinander. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verweben sich:

In Ausstattung und Büchern der barocken Bibliothek sowie im Naturhistorischen Museum kann man in dieser Ausstellung auf uns alle beschäftigende Fragen des „Erinnerns und Vergessens“ stoßen – und wohl auch auf so manche Antwort. Im Museum für Gegenwartskunst kommuniziert aktuelle Kunst zum Thema mit historischen Büchern. Im Naturhistorischen Museum von P. Gabriel Strobl spiegeln uns ausgestopfte Tiere, Weingeistpräparate, zahllose Pflanzen und Insekten scheinbare Lebendigkeit vor – und doch sind sie alle längst tot. Nur der Menschen Werk hat die Präparate bisher vor dem Verfallen und Vermodern bewahrt.

Auch im Kunsthistorischen Museum wird der Kampf mit dem ständig nagenden Zahn der Zeit bewusst. Die besten Kunstwerke versuchen wir so lange wie möglich zu erhalten. Das gelingt über viele Jahre und Jahrhunderte. Aber nicht ewig. Vor dem Hintergrund der Philosophie des Existentialismus lotet das malerische und grafische Lebenswerk von Hannes Schwarz (geb. 1926) die Tiefen dieses Themenschwerpunktes aus.

In der barocken Säulenhalle erwartet Sie das multimediale Erlebnis des gemeinhin als unaufführbar geltenden Dramatischen Gedichtes mit Musik „Manfred“ von Robert Schumann. Ihm liegt ein in seiner Urfassung als Anti-Faust konzipierter Text von Lord Byron zugrunde. In diesem unter der Regie und Visualisierung des Medienkünstlers Johannes Deutsch im Jahre 2010 nur dreimal in der Düsseldorfer Tonhalle aufgeführten Werk geht es um einen Menschen, der sein Leben zu Ende denkt, um Vergessen fleht und aus Kummer stirbt. Originale Entwürfe/Storyboards geben Einblick in das Entstehen dieses Gesamtkunstwerkes.

Alles hat ein Ablaufdatum. Ausnahmslos. Und am Ende? Was dann?! Wir Menschen sind unterschiedlich. Die einen glauben, dann wäre alles aus. Die anderen meinen, sie würden wieder in diese Welt der Vergänglichkeiten geboren werden. Christen glauben und hoffen – glauben an Gott und hoffen auf ein ewiges Leben nach dem Tod. Und manche glauben noch ganz anderes. Jeder meint zu wissen, dass er recht hat. Was meinen Sie?

Von Anbeginn an hat sich die Menschheit mit diesen Themen beschäftigt. Der Fokus ist vor allem in der Religion, der Philosophie, der Wissenschaft, der Kunst darauf gerichtet. Das Stift Admont mit seinem kontrastreichen Museum und seiner Bibliothek bietet sich als idealer Ort für eine Begegnung mit den brennendsten, zeitlosesten und aktuellsten Fragen unserer menschlichen Existenz an.



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Museumsfalter 2012
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Museumszeitung 2012
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Zwischen Erinnern und Vergessen
Ausstellung "Zwischen Erinnern und Vergessen" - ab 14. Juli 2012 im Stift Admont!
Naturhistorisches Museum
Aktuelle Kunst in Verbindung mit historischen Tierpräparaten im Naturhistorischen Museum
Zwischen Erinnern und Vergessen
Zwischen Erinnern und Vergessen - Endlichkeit & Ewigkeit
Gegenwartskunst
Positionen im Museum für Gegenwartskunst