Stiftskirche

Nach dem Brand von 1865 wurde die Kirche im Kloster Admont vom Architekten Wilhelm Bücher zum Teil über romanisch-gotischen Fundamenten 1866–1869 neu errichtet.

Dem Regensburger Dom nachempfunden, ist das Admonter Münster der erste neugotische Sakralbau Österreichs. Die romanischen Seitenportale stammen aus dem 12. Jahrhundert. Die beiden Westtürme sind knapp 76 m hoch; die Fassade zeigt Figuren des hl. Benedikt und der hl. Scholastika. Ein Spitzgiebel mit der Figur des Stiftspatrons, des hl. Blasius, bekrönt das Portal des Klosters.

Der Innenraum gliedert sich in ein dreischiffiges Langhaus mit je fünf Seitenkapellen und je sechs Altären. Das Bild des Marienaltars, Maria Immaculata, von Martino Altomonte (1657-1745) wird umrahmt von 15 geschnitzten Medaillons mit den Rosenkranzgeheimnissen des Bildhauers Josef Stammel. Beide 1726 entstandenen Kunstwerke blieben beim Brand verschont.

In einer Seitenkapelle befindet sich die berühmte Weihnachtskrippe von Stammel. Sie ist vom 25. Dezember bis 2. Februar geöffnet.

Das gotische Kruzifix unter dem Triumphbogen aus dem Jahre 1518 wird Andreas Lackner zugeschrieben. Den Hochaltar aus weißem Carrara-Marmor bekrönt eine Statue des hl. Blasius. Den Chorraum schmücken große, im frühen 18. Jhdt. von Frater Benno Haan geschaffene Wandteppiche.

In der Benediktuskapelle befindet sich ein barocker Corpus Christi aus der Werkstatt Johann Meinrad Guggenbichlers.

Der Lebensrythmus der Kirche ist geprägt durch das Gebet, die Erfüllung vielfältiger Aufgaben in Seelsorge, Schule, Kultur sowie im sozialen Bereich und durch die persönliche Vertiefung des Lebens. Im Mittelpunkt steht dabei immer Gott. Dies drückt sich besonders in der Lebensform der Admonter Benediktiner aus, wobei sich die Kirche als Zentrum des Klosters erweist.



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