Der Himmel auf Erden von Günther Pedrotti

Günther Pedrotti lässt in seiner Installation "Der Himmel auf Erden" das Wasser des Stiftsteiches als Indikator von inneren Stifts-Strukturen mittels einer Rinne über Eck der Ost- und Südfront fließen.

In der vertikalen Struktur der Fassade des Stiftsgebäudes sieht der Künstler eine metaphysisch-hierarchische Ebene – von der Erde in den Himmel strebend. Pedrottis Augenmerk ist auf die Dachrinnen gelenkt: Das Wasser des „Oben“ gelangt durch die Dachrinnen entlang der Fassade nach unten und sammelt sich im irdischen Horizont waagrecht (so wie etwa im Löschteich nebenan).

Die Dachrinnen-Konstruktion des Künstlers ist quasi eine nach Naturgesetzen orientierte Verdoppelung seiner metaphysisch gedachten Vertikal-Horizontal-Ordnung der stiftischen Architektur. Die waagrecht aufgebauten Dachrinnen nehmen mit ihrem Inhalt „Wasser“ Maß an der Ebene des Löschteiches und sollen im Sinne des Künstlers die Balance zwischen dem „Oben“ und „Unten“ und dem „Metaphysischen“ und „Naturhaften“ vor Augen führen sowie den sozio-kulturellen Dialog darstellen, der zwischen Mensch (der sich durch die architektonische Leistung offenbart), Natur (Wasser) und physikalischem Prinzip (die verbundenen Wassergefäße) besteht.

"Der Himmel auf Erden" ist Teil der Sonderausstellung 2010 zum Thema "play Admont - Spielerische Zugänge zu internationaler Gegenwartskunst" ab 3. Juni 2010!






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Günther Pedrotti
"Der Himmel auf Erden" von Günther Pedrotti in den Außenanlagen des Stiftes Admont