Sonderausstellung PLAY ADMONT - am 3. Juni 2010 feierlich eröffnet!

Am 3. Juni 2010 war der Start für die große Ausstellung PLAY ADMONT im Stift Admont – als ein Teil des steirischen Kulturfestivals regionale10. PLAY ADMONT ermöglicht spielerische Zugänge zu internationaler Gegenwartskunst und fordert den Besucher auf, aktiv mitzugestalten und so zu einem Spielpartner und Erforscher der Kunst zu werden. Unter Einbeziehung digitaler Technologien wird den Besuchern eine Vielfalt an Betätigungsfeldern und Ausdrucksformen bereitstellt: Choreographische Objekte, ortsspezifische Hörstationen, situative Rauminstallationen, interaktive Maschinen und performative Handlungsanweisungen beziehen sie in den Kunstprozess ein.

Ein gutes Beispiel für die Ausstellung ist das Werk „reactable“ – ein elektronisches Musikinstrument, das Ton, Rhythmus und Musik in eine greifbare und sichtbare Erfahrung verwandelt: Hier kann der Besucher selbst komponieren und mit anderen musizieren. Die interaktive Arbeit "If/Then Installed" von Richard Siegal/The Bakery lädt den Betrachter ein, per Videoprojektion gezeigte Gesten zu wiederholen und die Ergebnisse auch virtuell zu beobachten. Der Brite Tim Etchells wiederum hat für das Naturhistorische Museum eine Audioarbeit konzipiert, in der er die Aufmerksamkeit der Besucher auf bestimmte präparierte Tiere lenkt. In dem Werk von Peter Hanappe & Armin Linke werden Interessierte aufgefordert, sich einen eigenen Museumsleporello zu erstellen, auszudrucken und diesen auch mit nach Hause zu nehmen.

"Monster Partitur" von William Forsythe ist ein Beispiel für eine herausragende choreographische Arbeit: Exklusiv am Eröffnungswochenende wurde die Tanzperformance erstmals in der Steiermark gezeigt. Die Besucher erlebten eine experimentelle Auseinandersetzung zwischen einem Tänzer und einem Musiker. Die verfremdeten Atemgeräusche des Tänzers schaffen im interaktiven Zuspiel mit elektronischen Klängen eine dichte Bewegungs- und Klangsituation.

Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit Büchern, die in der weltgrößten Klosterbibliothek des Stiftes Admont eine große Rolle spielen: Die Künstlergruppe robotlab lässt Teile der Bibel neu abschreiben. Die Texte werden aber nicht, wie vor vielen Jahrhunderten, von der Feder eines Mönches stammen, sondern vom Arm eines Roboters: In fünf Monaten wird das in der Bibliothek installierte Hightech-Gerät das Neue Testament zu Papier bringen und die Besucher können den Schreibfortschritt täglich von 9 bis 17 Uhr beobachten!

PLAY ADMONT versammelt insgesamt 24 Künstler sowie künstlerische Teams und zeigt 24 Arbeiten, die die Aufforderung zur Einmischung und zum Spiel wörtlich nehmen. Einige der Exponate wurden für die Museumsreihe MADE FOR ADMONT konzipiert, viele andere speziell für den Ausstellungskontext eingeladen bzw. eigens für den gewählten Ort produziert.

Mit Werken von:
Thomas Baumann, Johannes Deutsch, Julius Deutschbauer, Tim Etchells, William Forsythe, Peter Hanappe & Armin Linke, reactable (Marcos Alonso, Günter Geiger, Sergi Jordà, Martin Kaltenbrunner), Hubert Machnik, Hans Pollhammer, Werner Reiterer, robotlab (Matthias Gommel, Martina Haitz, Jan Zappe), Constanze Ruhm, Richard Siegal/The Bakery, Christa Sommerer & Laurent Mignonneau, Martin Walde, Hans Winkler, Erwin Wurm.

Zur Ausstellung erscheint ein von Werner Reiterer gestaltetes Buch. PLAY ADMONT ist kuratiert von Michael Braunsteiner und Christine Peters --> Bestellung im Museumsshop!








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