A-8911 Admont 1
T: +43 (0) 3613/2312-601
kultur@stiftadmont.at
Öffnungszeiten
Bibliothek & Museum:
25. März - 4. Nov. 2012
täglich 10 - 17 Uhr
außerhalb der Saison auf Anfrage
Unter Beisein von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer und Abtprimas Dr. Notker Wolf wurde die Admonter Stiftsbibliothek, als die weltweit größte Klosterbibliothek, nach ihrer 4-jährigen erstmaligen Generalrestaurierung am Samstag, 31. Mai 2008 wieder eröffnet. Ein wahrhaft historischer Moment, denn immerhin wurde dieses Gesamtkunstwerk bereits 1776 fertig gestellt.
Zahlreiche Ehrengäste und über 600 geladene Gäste sind der Einladung gefolgt und machten sich auf den Weg in das älteste Kloster der Steiermark. Das spätbarocke Gesamtkunstwerk ist die größte Klosterbibliothek der Welt und lockt jährlich knapp 70.000 Besucher an den Eingang der Gesäuseberge. Nach mehr als vierjähriger Restaurierungszeit erstrahlen Architektur, Skulptur, Malerei sowie die Bücher – „kostbare Hülle und geistreiche Fülle“ – wieder in alter Frische.
Die Eröffnung wurde würdevoll mit einem Konzert vom Hyperion Ensemble des Steirischen Kammermusikfestivals eröffnet. Anschließend begrüßte Abt Bruno Hubl alle Anwesenden und ging im Besonderen auf die Herausforderung der Bibliotheksrestaurierung ein und bedankte sich bei den Unterstützern der EU, des Bundes und des Landes Steiermark sowie bei allen Beteiligten. LH-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer und Bundespräsident Fischer betonten in ihrer Ansprache die Wichtigkeit, ein Kulturdenkmal dieses Weltranges für die Nachwelt zu erhalten und waren stolz auf die geleistete Arbeit. Von der geistlichen Seite war Abtprimas Dr. Notker Wolf unter den Rednern, der in der Bevölkerung auch als Rockmusiker bekannt ist.
Das Jahrhundertprojekt wurde in drei große Arbeitsphasen zwischen 2004 und 2008 geteilt, wo sämtliche Bereiche generalrestauriert wurden: alle Bestände aus Stein und Metall, die Deckenfresken, der gesamte Skulpturenschmuck sowie sämtliche Bestandteile aus Holz. Außerdem wurde der gesamte Buch-Bestand von etwa 70.000 Stück gereinigt und auf seine Schäden hin untersucht. Über 5.000 Bücher wurden von insgesamt neun Buchrestauratorenteams aus ganz Österreich restauriert.
Die Stiftsbibliothek Admont war während der gesamten Restaurierungs-Phase für die Besucher nur eingeschränkt zu besichtigen. Die Restaurierungs-Arbeiten waren aber dringend notwendig, da Teile der baulichen Substanz sowie ein beträchtlicher Teil der Bücher in ihrem weiteren Bestand gefährdet waren. Vor allem die Folgen aus dem Stiftsbrand im Jahr 1865 sowie Sprengarbeiten während des Zweiten Weltkriegs haben im Besonderen die Deckenfresken beschädigt. Aber auch an den anderen Bereichen des Büchersaales ist der „Zahn der Zeit“ nicht spurlos vorüber gegangen: Regale und Fenster, Goldfassungen, Metallbestände (Geländer), der Skulpturenschmuck, der Steinboden und die Säulen sowie nicht zuletzt die Bücher selbst sind über die Jahrhunderte abgenützt worden.
Das Jahrhundert-Projekt der Generalrestaurierung der Stiftsbibliothek Admont, das unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes gestanden ist, war somit ein wichtiger Beitrag, ein architektonisches und kunstgeschichtliches Juwel für weitere Generationen zu sichern. Für die Besucher ist die restaurierte Bibliothek seit 16. März dieses Jahres täglich von 10 – 17 Uhr zu besichtigen.
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