Barrierefreiheit

Barrierefreies Bauen & barrierefreie Kunst im neuen Museum des Stiftes Admont

Beim Umbau des Museums wurde schon im Vorfeld darauf geachtet, auch den "schwächeren" Mitgliedern unserer Gesellschaft - behinderten Menschen - den barrierefreien Zugang ALLER Bereiche des Museums zu gewährleisten.

Dazu gehört, dass man Treppen innerhalb der Geschosse abgebaut und anstelle derer Rampen zur Niveau-Ausgleichung errichet hat, die einen problemlosen und bequemen Verkehr, etwa von Rollstuhlfahrern, ermöglichen. Vor allem aber wurde ein großer Lift gebaut, der alle Geschosse - vom Keller bis in den Dachboden - miteinander verbindet. Der Bau dieses Großliftes (auch zum Transport von großen Kunstwerken bestens geeignet) war ein besonders kompliziertes Verfahren. Eineinhalb Meter dicke Mauern des alten Gebäudes mussten durchbrochen werden und eine aufwendige Fundamentierung im Grundwasserbereich war erforderlich.

Das Stift Admont betreibt aber auch für eine andere Gruppe von Behinderten, blinde und stark sehgeschädigte Menschen, eine besondere Art der Zugänglichmachung des Museums und vor allem der Vermittlung moderner Kunst:

Unter dem Stichwort "Kunstwerke bitte berühren!" werden alljährlich in der erdgeschossigen Pfeilerhalle Kunststationen ausgestellt, die grundsätzlich für Blinde konzipiert wurden. Dabei handelt es sich zumeist um Auftragsarbeiten, die das Stift an österreichische Künstler vergibt.

Diese meist multimedialen Skulpturen vereinen Kunst und Information. Ein Sehender sieht eine solche Station - zugleich auch immer ein sichtbares Kunstwerk - ganz anders, als ein Blinder sie wahrnimmt. Für den einen kann der optische Charakter des Objektes dominieren, während für den anderen die haptischen oder akustischen Qualitäten im Vordergrund stehen. Aus diesen "Kunst-Begegnungen" kann sich ein neuer Zugang zur Kunst entwickeln.

Download Vortrag Barrierefreie Kunst (pdf)

Download Dossier über Um- und Neubau des Museums (pdf)




DRUCKEN
Bibliotheksgang
Wo früher eine kleine Treppe war, wurde beim Umbau eine Rampe eingebaut, um so einen barrierefreien Zugang in die Biblothek zu ermöglichen.
Lift
Ein Lift der gleichzeit 20 Personen mit bis zu 3000 kg befördern kann verbindet die einzelnen Stockwerke!
Toilette
Natürlich gibt es eine eigene Behindertentoilette sowie einen Rollstuhl, der jederzeit zur Verfügung gestellt werden kann!